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    Schweinfurt

    „Anne Frank 90“an der Wilhelm-Sattler-Realschule

    Beeindruckend: die Anne-Frank-Ausstellung an der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt. Foto: Carina Thorwarth

    Am 12. Juni 2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden, heißt es in einer Pressemitteilung. Anlässlich ihres Geburtstages erinnern bundesweit rund 40 000 Schülerinnen und Schüler an das jüdische Mädchen, ihr weltberühmtes Tagebuch sowie die sechs Millionen Opfer des Holocaust. 250 Schulen beteiligen sich unter dem Motto „Anne Frank 90“.

    Die Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt präsentiert zur Aktion gegen Antisemitismus und Rassismus die Ausstellung „Anne Frank 90“. Sieben Schülerinnen der WSR haben mit ihrer Lehrerin Carina Thorwarth anlässlich dieses Jubiläums eine kleine Plakatausstellung in der Aula der Schule erstellt. Die deutschlandweite Aktion wird vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert.

    Die Ausstellung „Anne Frank 90“ zeigt auf acht großformatigen Plakaten Anne Franks Lebensgeschichte. Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren. Gemeinsam mit ihrer jüdischen Familie emigrierte sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die Niederlande. Aufgrund der Besatzung durch die Wehrmacht und der antisemitischen Verfolgung versteckte sich die Familie Frank in Amsterdam.

    Im Versteck schrieb Anne Frank zwischen 1942 und 1944 ihr später weltberühmtes Tagebuch. Am 4. August 1944 wurden die Untergetauchten entdeckt, verhaftet und deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.

    Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Biografie von Anne Frank in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Dabei gehen sie auch der Frage nach, welche Bedeutung die Erinnerung an den Holocaust für die Gegenwart besitzt.

    Die Schülerinnen, die diese Jubiläumsaktion organisiert haben, werden nun nach und nach ihre Mitschüler der 9. Klassen durch die Ausstellung begleiten, da die Thematik im Lehrplan der Realschule Bayern verankert ist. Alle anderen Schülerinnen und Schüler sind natürlich ebenfalls herzlich dazu eingeladen, sich anhand der aussagekräftigen Plakate selbstständig zu informieren.

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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