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    Werneck

    Antrag für Mobilfunkmast lässt viele Fragen offen

    Zahlreiche offene Fragen und fehlende Unterlagen bemängelte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung bei einem Bauantrag der Firma Votavone, die auf der Gemarkung von Schraudenbach einen Mobilfunkmast errichten will. Der vorgesehene Standort für den 44 Meter hohen Funkmast liegt auf einer kleinen Anhöhe 370 Meter vom Baumgebiet "Am Zwirn" entfernt. Nur 300 Meter betrüge die Entfernung zu einem Aussiedlerhof.

    Der Rat ließ die Entscheidung offen und sprach sich dafür aus, dass der Antragsteller das Vorhaben und seine Notwendigkeit zunächst im Gemeinderat erläutern solle. Harald Simon und Erich Eichelmann waren der Meinung, die diversen Mobilfunkanbieter sollten sich für eine gemeinsame Mast-Benutzung zusammenschließen. Ein Mobilfunkmast stehe bereits in 800 Meter Entfernung. Eine Anfrage der Verwaltung zu diesbezüglichen Möglichkeiten ließ die Firma bis zum Sitzungsbeginn unbeantwortet, sagte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl. Vermisst wurde beim Antrag auch eine Bescheinigung der Bundesnetzagentur.

    Als beste Südlage bezeichnete Steffen Rumpel den geplanten Standort, für den sich sicher eine bessere Alternative finden ließe. Überzeugt zeigte er sich, dass der Mast für die Autobahn und nicht für Schraudenbach gebraucht werde. Jürgen Niesner monierte die nichtssagende Beantragung einer "Outdoor-Technikfläche".

    Vier Netzwerke sollen gebildet werden

    Im Schulterschluss mit 39 interessierten Gemeinden und dem Landkreis Schweinfurt will die Unterfränkische Überlandzentrale (ÜZ) Mainfranken kommunale Energieeffizienz-Netzwerke aufbauen, die die teilnehmenden Gemeinden in punkto Energie- und Ressorceneffizienz unterstützen. Weiter vorantreiben will die ÜZ mit dem Projekt die Energiewende hin zu einer CO2-freien Region. Gebildet werden sollen vier Netzwerke. Als Netzwerkmanager wird die ÜZ die Zusammenarbeit professionell betreuen und dabei vom Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden unterstützt.

    Wie Baumgartl dem Gemeinderat berichtete, habe die ÜZ für die Energieeffizienz-Netzwerke bereits positive Förderbescheide vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz. Bei einer Laufzeit von drei Jahren kann mit einer Million Euro Fördergelder gerechnet werden.

    Erfahrungsaustausch bei Energiethemen

    Vorgesehen sind jährlich vier moderierte Netzwerktreffen der Gemeinden zum professionellen Erfahrungsaustausch bei Energiethemen. Darüber hinaus können die Kommunen energietechnische Beratungen zu verschiedensten Themen in Anspruch nehmen. Schwerpunkte sieht die ÜZ im kommunalen Energiemonitoring etwa im Bereich öffentlicher Gebäude oder bei Kläranlagen sowie bei E-Mobilität, Nutzung von Abwärme und Aufbau von Wärmenetzen. In Frage käme hier etwa die energetische Sanierung des Hallenbades, sagte Baumgartl.

    Der Gemeinderat stimmte mit großer Mehrheit der Teilnahme am Energieeffizienz-Netzwerk zu. Für Management und Moderation muss die Gemeinde nach Abzug der Förderung (im ersten Jahr 70 Prozent, danach 50) 720 Euro beziehungsweise 1180 Euro aufbringen. Sofern energietechnische Beratungen in Anspruch genommen werden, beläuft sich der Eigenanteil der Kommune pro Tag auf 240 Euro, im zweiten und dritten Jahr auf 400 Euro. Fünf Räte waren vom Nutzen eines Beitritts nicht überzeugt und stimmten dagegen.

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