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    WAIGOLSHAUSEN

    Arbeitskreis soll Nutzungs- und Sanierungswünsche klären

    33 Maßnahmen listet das für Hergolshausen erarbeitete Konzept zur Dorferneuerung auf. Alles umsetzbar ist mit den in Aussicht stehenden Mitteln für die Dorferneuerung nicht.

    Ein Projekt, das allein viel Geld aus diesem zwei-Millionen-Euro-Topf (Förderung und Gemeindeanteil zusammen) binden würde, wäre die Sanierung und der Umbau der alten Schule zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Weshalb das Amt für ländliche Entwicklung empfohlen hat, bei einer eventuellen Umsetzung andere Förderprogramme zu nutzen, wie Bürgermeister Peter Pfister bei der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte.

    Für eine energetische Sanierung des Gebäudes standen vor ein paar Jahren 780 000 Euro als Zahl im Raum. Doch was mit Umbau und Sanierung finanziell auf die Gemeinde tatsächlich zukäme, ist völlig unklar. Die Möglichkeiten, sich dem Objekt zunächst ohne große Planungskosten in kleinen Schritten zu nähern, erläuterte Architekt Joachim Perleth dem Rat. Kerninstrument dabei wäre eine Machbarkeitsstudie, die etwa eine Bestandserhebung mit Gebäudevermessung und die Feststellung von Schäden beinhalten könnte. Als Grundlage nötig wäre auch ein Nutzungskonzept.

    Geklärt werden müsse zuvor, was die Hergolshäuser für Erwartungen und Wünsche mit dem Gebäude verbinden, war Meinung der örtlichen Gemeinderäte. Sie plädierten für einen runden Tisch oder Arbeitskreis mit den derzeitigen Nutzern und der Gemeinde, um ein Stimmungsbild einzuholen. Ob es in der Folge zu konkreten Planungen kommt, die für den Einstieg in geeignete Förderprogramme genutzt werden könnten, müsse dann der Gemeinderat entscheiden, sagte Bürgermeister Peter Pfister.

    Eine Rechtsschutzversicherung, die die Gemeinde über den Bayerischen Gemeindetag mit der ÖRAG abgeschlossen hat, läuft zum Jahresende aus. Einstimmig sprach sich der Rat für den Neuabschluss eines dreijährigen Gruppenversicherungsvertrages, der wieder vom Gemeindetag ausgeschrieben worden war, aus. Versicherer bleibt die ÖRAG, die Konditionen haben sich leicht verbessert. Bei 250 Euro Eigenbeteiligung pro Fall zahlt die Gemeinde je Einwohner 1,03 Euro im Jahr für die Vollrechtsschutzversicherung. Weitere sieben Cent pro Einwohner fallen für den ebenfalls in Anspruch genommenen Straf- und Verkehrsrechtsschutz an.

    Grünes Licht gab der Rat für die beantragte Erweiterung einer bestehenden Doppelgarage zu einer Sechsfach-Garage in Waigolshausen. Geplant ist eine Aufstockung, um auf zwei Ebenen Oldtimer zu lagern. Gegen die erforderlichen Befreiungen von den Vorgaben bei Form, Neigung und Eindeckung des Daches sowie der Baugrenzenüberschreitung bestanden keine Einwände.

    Die neue Kindertagesstätte in Waigolshausen wird auf einstimmigen Ratsbeschluss mit Aluminiumblech als Stehfalzdach eingedeckt. Die Dachneigung beträgt zehn und zwölf Grad. Zuvor hatte Architekt Peter Kopperger verschiedene Materialvarianten mit ihren Vor- und Nachteilen erläutert. Veranschlagt werden für die 1030 Quadratmeter Dachfläche 186 000 Euro. Gleichviel hätte Titanzinkblech gekostet. Weitere 80 Quadratmeter sollen für14 000 Euro als Gründach ausgeführt werden.

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