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    Schweinfurt

    Arbeitslosigkeit in der Region Main-Rhön bleibt niedrig

    Die Arbeitslosenquote der Region liegt im November wie im Vormonat bei 2,9 Prozent. In einem wichtigen Sektor zeichnet sich laut Arbeitsagentur aber eine "Abkühlung" ab.
    Die Agentur für Arbeit Schweinfurt: Deren Chef sieht laut dem November-Bericht Zeichen für eine "Abkühlung der Arbeitsmarktes" in der Region Main-Rhön. Foto: Stefan Sauer

    Der auslaufende Herbstaufschwung habe in der Region Main-Rhön noch einmal zu einem "guten Ergebnis auf dem Arbeitsmarkt" geführt, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Agentur für Arbeit Schweinfurt. Die Region profitiere von einer noch regen Nachfrage nach Arbeitskräften und einer "Stabilisierung der Beschäftigung durch Inanspruchnahme von Kurzarbeit".

    Arbeitslosenquote unverändert

    7128 Arbeitslose waren gemeldet –118 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 2,9 Prozent, der geringe Rückgang habe sich nicht in der Quote ausgewirkt, heißt es im Bericht. Alle Altersgruppen hätten von der leichten Abnahme profitiert. Dennoch sei der Arbeitsmarkt in Bewegung gewesen. Demnach meldeten sich im 2304 Menschen arbeitslos, aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet hätten sich 2409 Personen. Im Vorjahr wurden 456 Arbeitslose weniger gezählt, die Quote lag bei 2,7 Prozent (aktuell: 2,9 Prozent).

    10 215 Menschen sind derzeit von Unterbeschäftigung betroffen – 58 mehr als im Oktober und 374 mehr als im November 2018. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 4,1 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent). Die Unterbeschäftigung ist die Summe aus den offiziell Arbeitslosen und den Erwerbslosen, die aus der Statistik fallen, weil sie zum Beispiel krank sind oder in einer Maßnahme der Arbeitsagentur.

    Deutlich mehr Kurzarbeit als im Vorjahr

    61 Betriebe hatten im November Kurzarbeit angemeldet – fünf mehr als im Oktober. Die Zahl der Kurzarbeiter sank dagegen um 14 auf 1643. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anstieg dagegen deutlich. Im November 2018 hätten lediglich 14 Betriebe für 107 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. „Betroffene Branchen sind vor allem die Automobil- und deren Zuliefererindustrie und der Maschinenbau", so Arbeitsagenturchef Thomas Stelzer. Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld sei dazu bestimmt, Beschäftigten die Arbeitsplätze bei vorübergehendem Arbeitsausfall zu erhalten, sowie einen Teil des durch die Kurzarbeit bedingten Lohnausfalls zu ersetzen. "Den Betrieben bleiben so die bereits eingearbeiteten Fachkräfte erhalten und die betroffenen Arbeitnehmer werden nicht arbeitslos“, so Stelzer.

    761 neue Stellenangebote gingen dem Bericht zufolge ein – 32 oder vier Prozent weniger als im Oktober sowie 193 oder 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. 4580 freie Stellen waren im Bestand der Agentur – 182 Stellen oder 3,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 855 Stellen oder 15,7 Prozent. Aktuell dauere rechnerisch eine erfolgreiche Stellenbesetzung durchschnittlich 260 Tage. Vor fünf Jahren blieben die gemeldeten Stellen im November im Schnitt nur 159 Tage unbesetzt. Aus diesen Zahlen könne man deutlich die Not der Betriebe ablesen, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen.

    "Abkühlung beim Arbeitsmarkt"

    „Der wachsende Beratungsbedarf zur Kurzarbeit und ein Rückgang der gemeldeten Stellengesuche sind für den regionalen Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön als Frühindikatoren ein Hinweis auf eine sich abzeichnende Abkühlung des Arbeitsmarkts im Produktions- und Fertigungsbereich", sagt der Agenturchef. .Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, Unterricht und Erziehung, der Dienstleistungsbranche und dem Handwerk sei der Bedarf "unverändert hoch“.

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