• aktualisiert:

    Geldersheim

    Auch Galderschum hat einen vitalen Ortskern

    Auch Geldersheim führt das ILEK fort, das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal. Allianz-Managerin Eva Braksiek berichtete dem Gemeinderat vom Sachstand, beim Bündnis von zehn Gemeinden, 46 Dörfern und mehr als 50 000 Einwohnern (das aus einer 2003 gegründeten Arbeitsgemeinschaft hervorgegangen ist). Vor allem beim Schwerpunktthema "Innenentwicklung" habe man einiges erreicht, so Braksiek, gemäß "Evalution" der Jahre zwischen 2008 und 2017: In dieser Zeit wurden 59 Prozent der leerstehenden Wohngebäude reaktiviert, ebenso 40 Prozent der brachliegenden Hofstellen, 33 Prozent der Hofstellen mit Restnutzung, 32 Prozent der leerstehenden Gewerbeflächen sowie 30 Prozent der Baulücken im Allianzgebiet. Insgesamt würden 1139 von 3360 Grundstücken wieder oder neu genutzt: somit ein Drittel der 2008 erfassten "Potentialflächen", auf einer Fläche von mehr als 102 Hektar.

    Letztlich hätten 50 Hektar Fläche gespart werden können, die sonst im Außenbereich erschlossen worden wären, sagte Braksiek, was zu entsprechendem Erschließungsaufwand geführt hätte: "Der Gebührenzahler wurde so vor Mehraufwendungen für die Infrastruktur bewahrt, von 4,1 Millionen Euro in den kommenden zwanzig Jahren." Überdurchschnittlich gut schneidet dabei Geldersheim ab, trotz stark gestiegener Einwohnerzahl: Von 147 "Potentialflächen" 2008 (dem Jahr der Oerlenbacher Erklärung mit dem Prinzip "innen vor außen") wurden 65 aktiviert, eine Quote von 44 Prozent. Der Löwenanteil liegt dabei bei den klassischen Baulücken (47). Neue Bauplätze gab es fünf.

    Klimawandel und Denkmalschutz

    Die  Bauhütte Obbach, die Ökomodellregion, Regionalvermarktung, Blühstreifen und Landschaftspflege, die Zusammenarbeit bei Umsatzsteuer, Bauhöfen, Informationssicherheit oder dem gemeinsamen Standesamt für vier Gemeinden sind weitere Projekte. Bei einem Seminar in Klosterlangheim haben sich die Bürgermeister Gedanken um die Weiterentwicklung gemacht, mit Blick auf Mobilitätskonzepte und die Herausforderung Klimawandel.  Beim Projekt "Werntal-Dorf" soll es verstärkt um den Denkmalschutz gehen.

    Auch vom Gemeinderat kamen einige Anregungen: etwa zur Neugestaltung des Nordic-Walking-Parcours, eventuell mit Hilfe von Sponsoren. Im Amtsblatt könnte es eine Info-Serie zu Fördermöglichkeiten bei Bauprojekten innerorts geben. Vermisst wurde ein Leitfaden zum fränkischen Baustil: Bei diesem Thema verwies die Allianz-Managerin auf die Bauhütte Obbach. Das Regionalmanagement "Schweinfurter Land" wolle in der neuen Förderphase ein Handbuch zur Baukultur entwickeln.

    Dann gibt es noch mehrere Veranstaltungen der Allianz: Am 19. Mai findet der Internationale Museumstag in Geldersheim statt, mit Lagerhausfest und Spargel. Ab 15.30 Uhr soll es eine historische Dorfführung geben. Am 26. Mai ist Wanderspaß rund um Hambach angesagt, am 29. und 30. Juni der "Tag des offenen Ateliers", mit Schwerpunkt Maibach. Bereits am 15. Mai lädt die Bauhütte Obbach ab 19 Uhr zum Fachvortrag ein: "Gärtnern mit Nützlingen" (Anmeldung erforderlich).

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!