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    Gerolzhofen

    Auch an den Kartagen und an Ostern keine Gottesdienste

    Ab sofort dürfen keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden. Dies haben der Bischof in Würzburg und der evangelische Dekan in Castell mitgeteilt.
    Die Kirchen, im Bild die Gerolzhöfer Stadtpfarrkirche, bleiben leer. In den kommenden Wochen finden weder katholische noch evangelische Gottesdienste statt.
    Die Kirchen, im Bild die Gerolzhöfer Stadtpfarrkirche, bleiben leer. In den kommenden Wochen finden weder katholische noch evangelische Gottesdienste statt. Foto: Günter Engert

    Der Würzburger Bischof Franz Jung hat per Dekret weitreichende Beschlüsse gegen die Verbreitung des Coronavirus erlassen. "Das Bistum steht vor der Herausforderung, einerseits den Menschen zur Seite zu stehen, andererseits aber auch selbst alles zu tun, um die Verbreitung des Virus wenigstens zu verlangsamen. Wir müssen alle Menschen, mit denen wir in Kontakt stehen, ebenso schützen wie auch unser eigenes Personal", schreibt der Bischof. Die von ihm erlassenen Anordnungen sind ab sofort gültig und verpflichtend zu befolgen.

    Im einzelnen wurde folgendes beschlossen: 

    - Ab sofort dürfen keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden. Die private Zelebration der Priester unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist erlaubt und in der gegenwärtigen Situation ein stellvertretender Vollzug und soll dabei die besonderen Anliegen der Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften mit ins Gebet nehmen.

    - Es gibt auch keine Gottesdienste zu den Kar- und Ostertagen. Eine Mitfeier wird stattdessen durch eine Übertragung über das diözesane Internet ermöglicht. Für alle Gläubigen stellt das Liturgiereferat der Diözese noch Materialien zur Gestaltung des eigenen Gebets bereit.

    - Die Erstkommunionfeiern am Weißen Sonntag, 19. April, finden nicht statt und müssen verschoben werden. Über Erstkommunionfeiern an den folgenden Sonntagen wird dann entschieden, sobald feststeht, ob die Schulen ab dem 20. April wieder öffnen.

    - Tauffeiern finden momentan nicht statt und müssen verschoben werden. Ausschließlich Nottaufen sind noch gestattet.

    - Trauungen sind zu verschieben.

    Beisetzungen ohne Requiem

    - Beisetzungen dürfen nur noch im engsten Familienkreis und ohne Requiem stattfinden. Die Krankensalbung für Einzelpersonen sowie die Begleitung von Sterbenden bleiben erlaubt.

    - Öffnung der Kirchen: Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.

    Und außerdem: Alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen müssen entfallen. Alle Treffen, Gruppenstunden etc. von kirchlichen Vereinigungen müssen entfallen. Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen.

    Die Seelsorger sind weiterhin telefonisch unter den üblichen Nummern erreichbar. Auch Pfarrer Thomas Amrehn aus Unterspiesheim informiert, dass er erreichbar ist unter Telefon (09723) 1433 oder (0175) 7649655 oder per Mail an pfarrei.unterspiesheim@bistum-wuerzburg.de

    Auch das Dekanat fährt herunter

    Auch das evangelische Dekanat Castell reagiert auf die Coronavirus-Situation. Dekan Günther Klöss-Schuster teilt mit, dass ab sofort alle Gottesdienste, Andachten, Chorproben und Veranstaltungen der Kirchengemeinden des Dekanats abgesagt. Dies betrifft auch geplante Konfirmationen, Taufen und Hochzeiten in diesem Zeitraum. Bestattungen finden nach Absprache mit dem zuständigen Geistlichen statt. 

    Auch die evangelischen Büchereien im Dekanat Castell bleiben geschlossen. Die Frühjahrssammlung der Diakonie findet nicht als Straßensammlung statt. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende an die Pfarrämter zu überweisen. Aktuelle Hinweise gibt es auch auf der Homepage des Dekanats und der Kirchengemeinden.

    Aufgrund der aktuellen Situation sind auch alle Zusammenkünfte und Gottesdienste der Jehovas Zeugen in Gerolzhofen abgesagt. 

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