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    Werneck

    Auch in den Altorten wird neuer Wohnraum geschaffen

    Lang war die Tagesordnung bei der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. Von den 30 zu behandelnden Punkten waren rund die Hälfte Bauanträge und Bauvoranfragen. In allen Fällen erteilte der Rat seine Zustimmung. Dazu zählte die Erweiterung einer Physiotherapiepraxis in Schraudenbach. Geplant ist ein Anbau mit Behandlungsräumen. Für die grenzständige Bebauung, die geänderte Dachform und Neigung sowie die Überschreitung von Grundflächen- und Geschossflächenzahl erteilte der Rat die erforderlichen Befreiungen.

    Neben Einfamilienhaus-Neubauten in Siedlungsgebieten bekamen auch Wohnbauvorhaben in unbeplanten Altortbereichen grünes Licht. Dazu zählte der Ausbau des Dachgeschosses einer Scheune beim Kirchplatz in Schnackenwerth. Auch im Scheunengürtel der dortigen Werntalstraße ist der Dachgeschossausbau einer Scheune zum Wohnraum für eine Familie geplant. Bis auf Dachgauben wird die Scheune äußerlich nicht verändert.

    Scheune wird Wohnraum

    Ebenfalls positiv gesehen wurde im Sinne der Innenentwicklung die Sanierung eines bestehenden Wohnhauses in der Spitalstraße in Werneck, wobei ein Teil der Scheune zu Wohnzwecken genutzt werden soll. In einem Nebengebäude sollen Garage, Werkstatt, Büroraum und Abstellfläche entstehen. Hier genehmigte der Rat zudem die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems auf öffentlichem Grund der Spitalstraße.

    Für ein Anwesen an den Gaden in Schleerieth stellte der Gemeinderat einstimmig eine Förderung im Rahmen des kommunalen Förderprogramms zur Wohnnutzung alter Bausubstanz in Aussicht. Der Antragsteller will nach Abbruch aller Altgebäude auf dem Grundstück ein neues Wohnhaus bauen. Rechnen kann der Bauherr mit dem maximalen Zuschuss von 7500 Euro sowie weiteren 4500 Euro für das Kind.

    Ausgleichsfläche für Hamster

    Mögliche Feldhamstervorkommen machten beim geplanten Baugebiet "Am Feldkreuz" in Eßleben eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung notwendig. Laut dem Gutachten des Büros Fabion wurden drei verlassene Bauten gefunden. Durch das Baugebiet geht demnach Hamsterfläche verloren, wofür rund ein Hektar Ausgleichsfläche gefordert wird. Einer Aufnahme in den Bebauungsplan stimmte der Rat zu, ebenso wie einer Vereinbarung mit dem Eigentümer, der für die spezielle Bewirtschaftung der Fläche einen jährlichen finanziellen Ausgleich von etwa 500 Euro bekommt.

    Einwendungen zu dem Baugebiet mit 15 geplanten Bauplätzen kamen auch von zwei Bürgern. Zum einen ging es um die Notwendigkeit des Baugebiets und Breite der Zufahrtsstraße, zum anderen um fehlerhafte Berechnungen. Letzeres war zutreffend. Wie der Planer einräumte sind es nach Abzug von Grünflächen und Straßen 67 und nicht 61 Prozent Nettobauland. Der überarbeitete Bebauungsplanentwurf wird jetzt noch einmal öffentlich ausgelegt.

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