• aktualisiert:

    Röthlein

    Auf Tuchfühlung mit Max

    Spielerisch den richtigen Umgang mit dem Hund lernen dank Max und Nathalie Behringer. Foto: Daniela Schneider

    Labrador Max hat tierisch Spaß, begeistert jagt er der Frisbee-Scheibe hinterher und hängt dabei im Wettlauf jedes Kind ab. Logisch, wie Frauchen Nathalie Behringer erklärt: Ein mittelgroßer Hund läuft im Normalfall immer schneller als der schnellste Mensch. Deshalb ihr Rat: Auf keinen Fall wegrennen, wenn sich ein fremder Hund nährt, sonst wird der Jagd- oder Spieltrieb aktiviert. Das heißt: Ruhig stehen bleiben, am besten wie eine "Statue", Essbares entsorgen, den Hund, auch wenn er noch so putzig aussieht, nicht streicheln und den Augenkontakt meiden, in den meisten Fällen wird der Hund nur schnuppern.

    Ein Hund wird niemals mit einem schlechten Charakter geboren, wie die Ferienspaßkinder vermuten, doch er ist die Summe aus den Erfahrungen, die er macht und die sind eben leider nicht immer gut, wie Nathalie Behringer erklärt.

    Auch in der Schule zu Besuch

    Erstmalig ist die Röthleinerin mit ihrem sechsjährigen Rüden im Ferienspaß zu Gast, um den zehn Kindern im Alter zwischen vier und sieben die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit dem Hund aufzuzeigen. Max hat da Erfahrung, die gelernte Erzieherin ist mit ihm im Verein "Therapiehunde Deutschland" aktiv und trainiert mit ihm, seit er ein Welpe ist, die Grundregeln des Gehorsams. Mittlerweile ist er sogar als Schulbesuchshund im Einsatz, so auch im Würzburger Don Bosco Internat, eine Berufsbildungseinrichtung für junge Menschen mit Förderbedarf.

    Mit tollen Erfolgen, wie Frauchen Nathalie erzählt. Die Wirkung des Hundes auf die jungen Menschen fasziniert sie immer wieder; viele reagieren nämlich auf einen Hund weitaus positiver als auf einen Menschen. Im Röthleiner Ferienspaß geht es allerdings eher um den richtigen Umgang mit dem Tier; das Gros der Kinder hat wenig Angst, einige allerdings haben schon einen gehörigen Respekt vor dem Hund, doch das gibt sich auf wunderbare Weise im Laufe der gut zweieinhalbstündigen Veranstaltung. Selbst die achtmonatige Katharina, deren Geschwisterchen am Ferienspaß teilnimmt, sucht ständig den Kontakt zu Max, erschreckt dann aber doch, als der schokobraune Labrador aus nächster Nähe die Schnauze aufreißt und kräftig gähnt.

    Max ist ein ziemlich fröhlicher Hund und bringt die Kinder oft zum Lachen. Genügsam macht er alles mit – vom Leckerle suchen bis hin zum Kunststück und wird dafür von allen ausgiebig gestreichelt und an der Leine spazieren geführt. Nach dem Vormittag mit Max steht fest: Es gibt viele wichtige Hundeberufe, aber der schönste der Welt ist es dann wohl doch – wie eins der Kinder feststellt – ein Familienhund zu sein, wie es Max eben auch sein darf.      

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!