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    SULZHEIM

    Auf den Spuren der Zisterzienser-Mönche

    Von Sulzheim aus startete der Tross der Geschichtsradler auf eine kurzweilige und informative Zeitreise in die Vergangen... Foto: Peter Pfannes

    23 begeisterte Radfahrer begaben sich am Sonntagnachmittag auf die Spuren der Zisterzienser im Vorland des Steigerwalds. Der Startschuss für die Zeitreise in die Vergangenheit auf zwei Rädern fiel am Gipsinformationszentrum in Sulzheim. Die Devise der kurzweiligen und informativen Erlebnistour, für die Sulzheims Alt-Bürgermeister Michael Geck und Erich Rößner verantwortlich zeichneten, lautete: „Das kulturelle Erbe erkennen und erleben“. So lautet auch das Motto des Projekts über die zisterziensischen Klosterlandschaften im Europäischen Kultur-Erbejahr 2018.

    Der Orden der Zisterzienser hat seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert Spuren in den Landschaften hinterlassen. Von Burgund aus ließen sich die Zisterzienser in ganz Europa nieder, errichteten Klöster in der Einsamkeit sumpfiger Täler, kultivierten und besiedelten Land. Die Klosterlandschaften weisen noch heute viele Merkmale auf, die an die Prägung durch die Mönche erinnern. Die ehemalige Abtei Ebrach war 1127 die erste Niederlassung des mächtigen Zisterzienserordens östlich des Rheins. In der Waldeinsamkeit des Steigerwalds schufen die Mönche das Kloster mit seiner Kirche, den Konventsgebäuden und Wirtschaftshöfen. Dazu rodeten sie Wälder, verlegten Dörfer, bauten Kanäle und Mühlen, kultivierten das Land und begannen die Landschaft zu verändern.

    Michael Geck und Erich Rößner waren vor einem halben Jahr zur Vorstellung des Kulturerbe-Projekt eingeladen worden und fühlten sich motiviert, bei der Durchführung mitzuwirken. „Ich bin ein Sulzheimer Eigengewächs und da liegt mir natürlich viel an der Geschichte unseres Ortes“, sagte Geck zu seinen Beweggründen. Der historische Arbeitskreis im Ort habe sich schon seit Jahren der heimatlichen Historie verschrieben. Die Radtour durch die Sulzheimer Gemarkung und der benachbarten Fluren war die erste von mehreren Aktionen, die in den kommenden Wochen in Verbindung mit dem Gipsinformationszentrum geplant sind. Pünktlich um 14 Uhr startete der Trosse der Radler, die aus Sulzheim, Schwebheim, Frankenwinheim, Grettstadt, Alitzheim und Mönchstockheim kamen.

    Alle hatten gute Laune mitgebracht, der Wettergott tat sein Übriges für unvergessliche drei Stunden auf der zwölf Kilometer langen Tour. Die ersten Stationen waren der ehemalige Weinberg und die Mühle in Sulzheim. Im Bereich der Sulzheimer Gipshügel informierte Erich Rößner über Flächen, die einst als Wiesenbewässerung ausgewiesen waren. Die Wasserscheide zwischen Volkach-Bach und Unkenbach und die Alitzheimer Schafswiesen standen danach auf dem Programm. Einer kurzen Verschnaufpause am Dorfsee in Herlheim folgte die Inspektion der Brünnstädter Mühle. Vorbei am Hörnauer See ging es hinüber zum Alten und zum Neuen See zwischen Rügshofen und Mönchstockheim. Die dortige Mühle und die Quelle der Wasserleitung von Mönchstockheim nach Sulzheim schlossen den Kreis, dem sich eine gemütliche Einkehr im Sulzheimer Gasthof Fischer anschloss.

    Dort wies Michael Geck auf einen weiteren Termin zum Thema „Auf den Spuren der Zisterzienser“ hin. Beim Tag des offenen Denkmals am 9. September (14 Uhr) steht der ehemalige Amtshof der Zisterzienser in Sulzheim im Blickpunkt des Interesses. Bei einem Rundgang durch das Schloss wird die Geschichte des ehemaligen Amtshofes der Zisterzienser von Dr. Erhard Rückert, dem Vorsitzenden des Förderrings Schloss Sulzheim erläutert.

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