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    Schweinfurt

    Aus Klärschlamm wird Trockengranulat zum Verbrennen

    So sieht getrockneter Klärschlamm aus. Ab November 2020 soll in Schweinfurt der Klärschlamm aus dem Klärwerk der Stadtentwässerung getrocknet werden. Foto: Brigitte Chellouche

    Schon lange ist in Schweinfurt die Verbrennung von getrocknetem Klärschlamm ein Thema. Im Frühjahr hat der Bauausschuss dafür bereits die Weichen gestellt und einem entsprechenden Umbau im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) zugestimmt. So wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses nun auch der Antrag der KTS-Klärschlammtrocknung Schweinfurt GmbH auf Errichtung und Betrieb einer Trocknungsanlage abgenickt. Baubeginn ist im April 2020, die Inbetriebnahme soll im November erfolgen. 

    10 bis 50 Tonnen Klärschlamm sollen dann pro Tag am Standort in der Hafenstraße verarbeitet werden. Angeliefert wird er aus dem Klärwerk der Stadtentwässerung Schweinfurt. Die Annahme erfolgt in einem geschlossenen unterirdischen Bereich, der ein Lagervolumen von 45 Tonnen für entwässerten Klärschlamm hat. Für die Weiterverarbeitung wird oberirdisch eine Halle errichtet, in der die Trocknungsanlage eingebaut wird. Der Klärschlamm wird dann auf einem Band durch die Anlage befördert, mit Luft durchströmt und soweit getrocknet, dass er am Ende nur noch einen Wasseranteil von zehn Prozent aufweist. Die getrocknete Masse kommt danach ins GKS zur Mitverbrennung im Kohlekraftwerk oder wird an externe Verwerter abgegeben.

    Laut Bauverwaltung sind keine schädlichen Umwelteinflüsse zu befürchten. Die Abluft werde gereinigt und die anfallenden Abwässer entweder ins bestehende Schmutzwassersystem eingeleitet oder – wenn sie nicht einleitfähig sind – mit dem Tanklastwagen abtransportiert. Auch zwei Silos sollen auf dem Gelände errichtet werden, in denen getrocknetes Klärschlamm-Granulat gelagert werden kann. Jedes Silo hat eine Lagerkapazität von 120 Tonnen.

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