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    Kolitzheim

    Baugebiet Lindach Süd kommt voran

    Hauptpunkt der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr war der Bebauungsplan Lindach-Süd. Anja Hein vom beauftragten Architekturbüro arc.Grün aus Kitzingen stellte den entsprechend den Vorschlägen und Einwendungen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung geänderten Bebauungsplan für das neue Baugebiet in Lindach vor.

    Der Bebauungsplan war schon im April 2018 aufgestellt worden. Grund für diese lange Zeit, bis der Bebauungsplan "Mainblick Süd" mit der 3. Änderung des Bebauungsplanes "An der Wipfelder Straße" in Lindach, wie das neue Baugebiet offiziell heißt, waren die komplizierten mit dem Immissonsschutz zusammenhängenden Probleme, sowie die schwierige Frage, in welcher Form man die Entwässerung sicherstellen könne, wie Dominik Dorsch ausführte. Auch die Notwendigkeit eines neuen Baugebietes musste gegenüber dem Amt für ländliche Entwicklung noch ausführlicher begründet werden.

    Die Entwässerung erfolgt im Trennsystem: Das Regenwasser wird in einem Rückhaltebecken im nördlichen Teil gesammelt und dann gedrosselt über den Graben an der Kreisstraße in den Main geleitet. Durch Gutachten konnte geklärt werden, dass im Baugebiet keine erheblichen Geruchsbelästigungen zu erwarten sind.

    Die Erwerber der geplanten zwölf Baugrundstücke mit einer durchschnittlichen Fläche von etwa 640 Quadratmeter werden auf die in geringem Maße zeitweise möglichen Immissionen aus dem Dorf und die benachbarten landwirtschaftlichen Flächen hingewiesen, ebenfalls auf die mögliche Lärmbelästigung durch die Kreisstraße, die sich aber aufgrund einer gutachterlichen prognostischen Einschätzung  durch passive Schallschutzmaßnahmen in Grenzen halten lässt.

    Diskussionen gab es über den Vorschlag des Landratsamtes, mit Rücksicht auf das Orts- und Landschaftsbild sowie die Fernwirkung keine Pult- und Flachdächer zuzulassen. Man einigte sich schließlich darauf, die zulässige Geländeveränderung auf 0,7 Meter zu reduzieren, die Kellerdecke darf maximal 70 Zentimeter über dem Straßenniveau liegen, die zulässige Gesamthöhe der Gebäude wird auf 9,50 Meter begrenzt. Die  maximale Höhe der Einfriedungen wird nur zur Straße hin begrenzt, hinsichtlich der Begrenzungen unter den Nachbargrundstücken gibt es keine Vorgaben.

    Anbaufreier Bereich

    Entlang der Kreisstraße ist eine anbaufreie Zone  (15 Meter ab Fahrbahnrand) vorzusehen, die Grundstücke, die an der Kreisstraße liegen, müssen entlang der Kreisstraße eine tür- und torlose Einfriedung erstellen. Mit diesen und weiteren geringfügigen Veränderungen des Bebauungsplans wird der vorliegende Entwurf gebilligt, und erneut öffentlich ausgelegt. Bürgermeister Horst Herbert äußerte sich zufrieden, dass mit diesem Beschluss das Baugebiet "Mainblick Süd" einen großen Schritt näher auf dem Weg zur Realisierung vorangekommen sei.

    Mit der Genehmigung des Bauantrags für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport in Oberspiesheim ist der letzte Bauplatz in diesem Baugebiet vergeben. Nur Formsache war die Genehmigung des Verkehrsschildes "Vorfahrt gewähren" an der Ecke Lachenbrunner Straße – Gernacher Straße: Die Gernacher Straße ist vorfahrtberechtigt.

    Entschädigung für Wahlhelfer

    Ebenfalls schnell beschlossen wurde die Höhe der Entschädigung für ehrenamtliche Wahlvorstandsmitglieder bei der Kommunalwahl im März: Für die aufgewendete Zeit am Wahlsonntag werden 40 Euro erstattet, die Bürger, die für die Stimmauszählung am Montag noch gebraucht werden, erhalten 25 Euro als Entschädigung.

    Der Bürgermeister informierte, dass am Dienstag, 4. Februar, das gemeinsam mit der Gemeinde Sulzheim geplante Gewässerentwicklungskonzept vorgestellt wird. Als Tagungsort der beiden Gemeinderäte ist das Sportheim in Herlheim in Aussicht genommen. Zu dieser Veranstaltung sind auch die  Bürger aus den beiden Gemeinden eingeladen.

    Umstrittener Fußgängersteg

    "Wir haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen", so beschreibt Jonas Redweik seine Reaktion und die seiner beiden Gemeinderatskollegen aus Zeilitzheim, Kurt Scheuering und Werner Herbert auf das Schreiben, das ihnen vom Bürgermeister in den ersten Dezembertagen zur Information zugeleitet wurde: Für den schon lange in Rede stehenden Fußgängersteg über die Volkach sind in dem Planungsentwurf Betonröhren von 2,50 Meter Durchmesser vorgesehen, das Fundament für den Steg soll vier Meter tief werden. Die Gesamtkosten sind in Höhe von 137 000 Euro veranschlagt.

    Der Bürgermeister sagte, dass er diese Planungen auch nicht verstehe. Das Wasserwirtschaftsamt argumentiere, dass auch bei Hochwasser der Abfluss des Wassers nicht behindert werden dürfe. Schließlich folgte man dem Vorschlag von Alfred Bumm und Martin Mack, dass man das Wasserwirtschaftsamt vor Ort um eine Erläuterung bitten will.

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