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    Schweinfurt

    Bayernkolleg: Gabriele Seelmann ist die neue Schulleiterin

    Zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres startete die Amtszeit der neuen Bayernkolleg-Schulleiterin. Welche Schwerpunkte sie setzen will und was sie an der Schule reizt.
    Die neue Schulleiterin Gabriele Seelmann wird im Bayernkolleg am 25. März offiziell in ihr Amt eingeführt.
    Die neue Schulleiterin Gabriele Seelmann wird im Bayernkolleg am 25. März offiziell in ihr Amt eingeführt. Foto: Oliver Schikora

    Schon seit ein paar Wochen ist das Schulleiter-Büro im Bayernkolleg in Schweinfurt wieder besetzt. Nachdem Peter Rottmann im Sommer aus Schweinfurt an das Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt als Schulleiter gewechselt war, führte Monika Joachim kommissarisch die Schulleitung. Jetzt ist die Stelle neue besetzt, zum zweiten Halbjahr hat Gabriele Seelmann als Schulleiterin begonnen. Ihre ständige Stellvertreterin ist Monika Joachim.

    Gabriele Seelmann, vierfache Mutter, lebt mit ihrem Mann, ebenfalls Lehrer, in Bad Königshofen, wo sie auch am Gymnasium als Mathe- und Physiklehrerin tätig war. Vor ihrem Wechsel nach Schweinfurt war Seelmann zwei Jahre stellvertretende Schulleiterin am Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Mit-Vierzigerin stammt aus Kitzingen, machte 1990 in Münsterschwarzach Abitur und studierte in Würzburg. 

    "Traumjob Schulleitung", so umschreibt Seelmann ihr Engagement am Bayernkolleg, denn sie wollte gerne an eine "familiäre Schule" wechseln. Besonders reizvoll war für sie der Wechsel von einem klassischen Gymnasium mit meist nicht volljährigen Schülern ans Bayernkolleg, in dem als staatliches Gymnasium des Zweiten Bildungsweges meist junge Erwachsene sind, die bereits einen Beruf erlernt haben und ein eigenständiges Leben führen.

    Den individuellen Bedürfnissen der Schüler gerecht werden

    Deren Bedürfnissen pädagogisch und individuell gerecht zu werden, ist eine Herausforderung, der sich das Kollegium mit 36 Lehrerinnen und Lehrern bei gut 200 Schülern "in beeindruckender Weise", so Seelmann, stellt. Man müsse mit erwachsenen Schülern ganz anders umgehen, sie auch individueller betreuen, um den Weg zum Abitur zu ermöglichen: "Da sind wir als Lehrer ganz anders gefordert." Froh ist Seelmann auch über die neue Sozialarbeiterin und die Schulpsychologin, deren Angebote von den Schülern im Bayernkolleg auch gerne genutzt werden.

    Als Stärke des Bayernkollegs hat Seelmann schon das überregional bekannte Kulturprogramm mit Ausstellungen, Konzerten oder Vorträgen ausgemacht, das natürlich weiter erhalten wird. Verstärkt will sie Öffentlichkeitsarbeit für ihre Schule betreiben, um sie in Unterfranken bekannter zu machen und natürlich auch das Thema Digitalisierung weiter vorantreiben, auch wenn die Schule, deren Sachkostenträger der Freistaat Bayern ist, bereits auf einem guten Weg ist.

    Die Klasse für Migranten im Bayernkolleg hat sich bewährt

    Eine Besonderheit in Schweinfurt ist die Klasse für Migranten, der erste Jahrgang macht dieses Jahr Abitur. Den jungen Menschen, viele mit Fluchthintergrund, eine Chance auf einen guten Bildungsabschluss in Deutschland zu bieten, funktioniere sehr gut, so Seelmann. "Diese Klasse bereichert die kulturelle Vielfalt unserer Schule", erklärt sie. Mittlerweile gibt es auch weitere solche Klassen im Vorkurs und der K1, ab der Oberstufe sind die Schüler dann in den normalen Klassen integriert. Die Herausforderung sei es natürlich, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen, um dem Stoff folgen zu können.  

    In Bayern gibt es nur zwei staatliche Bayernkollege, das in Schweinfurt und eines in Augsburg. Seit 1967 haben 1700 Abiturienten ihren Abschluss am Bayernkolleg in Schweinfurt gemacht. Der Altersdurchschnitt der Schülerschaft beträgt nach Angaben der Schule 23,15 Jahre. Angeschlossen ist ein Wohnheim mit 60 Einzelzimmern sowie Aufent­halts- und Freizeiträumen.

    Gabriele Seelmann wird am 25. März um 11 Uhr im Kollegsaal des Bayernkollegs offiziell in ihr Amt eingeführt.

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