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    Bergrheinfeld

    Bayernwerk: Hochspannungsleitungen bei Bergrheinfeld umbauen

    Zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt hat das Bayernwerk im Jahr 2020 einiges mit den Stromleitungen vor. Eine Folge der geplanten Großprojekte SuedLink und P43?
    Anbindung an das bundesweite Übertragungsnetz: Bayernwerk will Hochspannungsleitungen zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt umbauen. Foto: Horst Fröhling

    Der regionale Netzbetreiber Bayernwerk will die Hochspannungsleitungen zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt umbauen. Ziel sei es, die Anbindung des örtlichen Netzes an das bundesweite Übertragungsnetz für die Zukunft zu sichern, teilte Bayernwerk mit. Bei der Regierung von Unterfranken wurde dafür der Antrag auf Planfeststellung eingereicht.

    Bereits seit 2015 baut der Übertragungsnetzbetreiber Tennet in Bergrheinfeld ein neues Umspannwerk mit zwei Transformatoren. Dort soll künftig das Übertragungsnetz der 380 Kilovolt (kV)-Ebene mit dem regionalen 110-kV-Netz verbunden werden. Damit das gelingt, müsse "die örtliche Netz-Struktur angepasst werden", heißt es in der Mitteilung des Bayernwerks.

    Konkret sollen dafür Freileitungen auf einer Länge von insgesamt drei Kilometern umgebaut und drei Masten neugebaut werden. Zudem gehe es um den Ersatzneubau von zwei Masten, die Erhöhung eines Mastes sowie die Drehung einiger Maste um 90 Grad und den Rückbau von einzelnen Stromkreisen. Geplant sind die Maßnahmen für das Jahr 2020.

    Seit 2015 entsteht in Bergrheinfeld ein neues Umspannwerk. Bürgerinitiativen kritisieren den Bau. Foto: Josef Schäfer

    Bis zum 20. November liegen die Unterlagen dazu in der Gemeinde Bergrheinfeld und bei der Stadt Schweinfurt aus. Einwendungen können bis zum 20. Dezember bei der Behörde eingebracht werden. Nach der Beteiligung der Öffentlichkeit entscheidet die Regierung über den Planfeststellungsantrag.

    Bleibt die Frage: Wird dieser Umbau durch die geplanten Großprojekte SuedLink und P43 nötig?

    "Nein", sagt Bayernwerk-Sprecher Christian Martens auf Anfrage. Der Umbau sei "nicht von Tennet-Plänen getrieben". Dem Bayernwerk gehe es darum, "die regenerativ erzeugte Energie aus der Fläche einzusammeln und in die Leitungen zu bringen". Gleichwohl, so Martens, sei das Umspannwerk "eine Schnittstelle zu Tennet" und werde "in beide Richtungen genutzt". Denn noch gelinge es in Bayern "nicht dauerhaft 100 Prozent der Versorgung mit regenerativer Energie zu erzeugen – aber immer öfter". Bürgerinitiativen aus der Region hatten den Bau des Umspannwerkes von Anfang an kritisiert. 

     

    Hinweis: In einer früheren Version des Textes hieß es, die Unterlagen lägen bei der Regierung von Unterfranken aus. Dies hat das Bayernwerk am 31.10.19 korrigiert. (hb)

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