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    Donnersdorf

    Bebauungsplan Wolfhecken 5 im beschleunigten Verfahren

    Ein richtiger "Flickerlteppich". Der derzeitige Zustand der Schulstraße unterhalb der Schule. Eine Erneuerung des Asphaltbelages der Schulstraße ist wirklich kein Luxus. Foto: Rainer Lommel

    Da sich Bürgermeister Klaus Schenk bereits im Urlaub befindet, wurde die jüngste Sitzung von seinem Stellvertreter Manfred Barth geleitet. Malte Feltel vom Ingeneurbüro Stubenrauch aus Königsberg, stellte den Bebauungsplan für das neue Baugebiet "An den Wolfhecken 5" in Donnersdorf vor. Das Baugebiet umfasst sieben neue Bauplätze mit einer Grundstücksgröße von ungefähr 750 Quadratmeter pro Grundstück.

    Der neue Bebauungsplan ist gekoppelt mit einer Änderung des Bebauungsplanes "An den Wolfhecken 2", da bereits ein Grundstück sowie die Baugrundstücke für die geplanten Doppelhäuser entlang der Staatsstraße ST 2272 nach Oberschwappach im bestehenden  Bebauungsplan festgesetzt wurden. Das neue Baugebiet wird als allgemeines Wohngebiet ausgeschrieben, für maximal zwei Vollgeschosse.

    Alle Dachformen zugelassen

    Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze beziehungsweise drei Stellplätze je Grundstück nach zu weisen. Es sind alle Dachformen zugelassen. Die Dachneigung ist zwischen 20 und 48 Grad vorgeschrieben. Für die  Dacheindeckung sind die Farben rot, rotbraun und anthrazit zugelassen. Die Einfriedung zur Straße hin soll eine Höhe von 1,20 Meter nicht überschreiten, bei einer maximalen Sockelhöhe von 80 Zentimeter. Für die Abwasserbeseitigung wird das bereits vorhandene Kanaltrennsystem genutzt. Das bedeutet, dass Schmutz- und Regenwasser in getrennten Leitungen ablaufen. Das Schmutzwasser kann an das bereits bestehende Leitungssystem angeschlossen werden. Für das Regenwasser muss eine neue Leitung unter die Staatsstraße verlegt werden, die dann parallel zur Straße unter dem bestehenden Wiesenweg, bis in den Vorfluter geführt wird. Dies ist nötig, da der  Querschnitt der bereits vorhandenen Regenwasserleitung für eine eventuelle spätere geplante Eweiterung des Baugebietes in Richtung Osten, nicht mehr ausreichen würde. Abschließend fasste das Gremium den einstimmigen Beschluss, den Bebauungsplan Wolfhecken 5 und die Änderung des Bebauungsplanes Wolfhecken 2 für das beschleunigte Verfahren aufzustellen und öffentlich zur Einsichtnahme auszulegen.

    Kanal ist marode

    Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Vorstellung der Planung für die Erneuerung der Schulstraße im Ortsteil Traustadt. Der Bereich vom ehemaligen Löschweiher bis zu den Parkplätzen für die Lehrer soll nun ebenfalls in die bereits geplante Maßnahme Erneuerung Alfred-Wendt-Straße/Schulstraße mit einbezogen werden. Stefan Seubert, vom Planungsbüro Weyrauther aus Bamberg, stellte den Anwesenden die vorgesehenen Arbeiten im Detail vor. So ist geplant, die komplette Oberschicht der Straße, samt Bordsteinen und Regenwasserabführung, zu erneuern. Der bestehende Kanal, der laut Kamerabefahrung total marode ist, wird komplett erneuert und unter die Fahrbahn neu verlegt.

    Weiterhin sollen Anschlußmöglichkeiten an das Kanalnetz für die angrenzenden Grundstücke geschaffen werden. Ebenso sollen Versorgungsleitungen, wie Wasser, Strom und Leerrohre für Glasfaserkabel mit verlegt werden um eine eventuelle Anschlussmöglichkeit für die angrenzenden Grundstücke zu schaffen. Die bisherige Einbahnstraßenregelung sowie der verkehrsberuhigte Bereich, soll genauso wie bisher, beibehalten werden. Nach einer ersten vorsichtigen Kostenschätzung durch das Ingenieurbüro kämen durch diese zusätzliche Baumaßnahme nochmals  ungefähr 250 000 Euro an Baukosten auf die Gemeinde zu. Falls alles läuft wie geplant, so Seubert weiter, könnten die Bagger bereits Frühjahr 2020 anrollen. Das Gremium stimmte ohne Einwände dem Planungsentwurf zu und erteilte Stefan Seubert den Auftrag, die Planungen entsprechend auszuarbeiten und voran zu treiben.

    Eistimmig wurden die Rohbau- und Umbauarbeiten zur Errichtung der Hackschnitzelheizung im Falkenbergzentrum in Donnersdorf vergeben. Da nur ein Angebot abgegeben wurde, fiel die Wahl nicht schwer. Der einzige Bieter erhielt mit einem  Angebotspreis von 11 106 Euro den Zuschlag

    Die Zufahrt zur Schule und zum Kindergarten. Vorne ist der Bereich der Schulstraße in Höhe des ehemaligen Löschweihers bereits fertig gestellt. Im Hintergrund der Bereich, der noch durch die Baumaßnahme erneuert werden muss. Foto: Rainer Lommel

    Die Bauvoranfrage über die Befreiung  von der vorgeschriebenen Kniestockhöhe von 50 Zentimeter auf 90 Zentimeter bei der Errichtung eines Wohnhauses im Baugebiet "An den Bernhecken" im Gemeindeteil Traustadt sowie der Errichtung einer Garage mit Flachdacheindeckung aus Trapezblech wurde vom Gremium ohne Gegenstimme durchgewunken.

    Der Bauantrag über die Überbauung der bestehenden Garage, als Erweiterung des Wohnhauses im Gemeindeteil Donnersdorf, wurde von den Räten einstimmig genehmigt.

    Der Antrag über die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage im Neubaugebiet in Pusselsheim wurde von den Räten einstimmig befürwortet. Einer Befreiung von der Farbe der Dacheindeckung in anthrazit wurde zugestimmt.

    Der Bereich der Schulstraße in Höhe der Schule und des Kindergartens. Hier endet die Einbahnstraßenregelung und der verkehrsberuhigte Bereich. Rechts am Ende der Ecke, unter den Bäumen, befinden sich die Parkplätze der Lehrer. Foto: Rainer Lommel

    Abschließend teilte Gemeinderat Richard Karbacher aus Pusselsheim seinen Kollegen noch mit, dass sich im Gemeindeteil Pusselsheim die Problematik des Rückstaus von Regenwasser nach Starkregen, seit der Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens deutlich verschärft habe. "Eigentlich sollte sich durch diese Baumaßnahme die Situation verbessern, aber das Gegenteil ist der Fall. Bei Starkregen, wie am letzten Sonntag, staut sich das Regenwasser teils bis in die Dachrinnen zurück", so Karbacher weiter. Zweiter Bürgermeister Manfred Barth nahm sich der Sache an und versprach beim zuständigen Planungsbüro nachzufragen, um Möglichkeiten zu finden, diese Situation zu verbessern.

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