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    DINGOLSHAUSEN

    Bedarf für Bewässerungskonzept erkannt

    Die Gemeinde Dingolshausen beteiligt sich nicht nur an einem interkommunalen Konzept zur Bewässerung landwirtschaftlich... Foto: Marion Heger

    Bauanträge und die Genehmigung von Notarurkunden nahmen in der jüngsten Gemeinderatsitzung einen großen Raum ein, denn im neu erschlossenen Baugebietsabschnitt geht es rasch voran.

    So lag ein Plan für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage vor, der eine Befreiung bezüglich der Dachneigung benötigte. Diese soll mit 22 Grad ausgeführt werden, was der Gemeinderat zulässt.

    Auch im Altort kann die Gemeinde immer wieder Bautätigkeiten verzeichnen, was Bürgermeister Lothar Zachmann stets positiv hervorhebt. Gegen den Anbau eines Wintergartens mit darunter liegendem Abstellraum in der Hauptstraße 17 hat das Gremium nichts einzuwenden, da aber in diesem Bereich kein Bebauungsplan vorhanden ist, ist die letzte Genehmigungsinstanz das Landratsamt.

    Etwas mehr Diskussionsbedarf erzeugte ein bereits genehmigtes Bauvorhaben, das von der vorgelegten Planversion abweicht. Der Neubau am Rathaus soll im Untergeschoss nun nicht mit Garagen, sondern mit einer Wohnung erstellt werden. Durch diese Nutzungsänderung wird zwar der Grundriss nicht verändert, wohl aber die Außenansicht des Gebäudes, was genehmigungspflichtig ist. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Nutzung genehmigt. Auch hier muss das Landratsamt zustimmen.

    Bürgermeister Lothar Zachmann erwähnte noch einmal, dass man prinzipiell sehr froh sei, wenn auch außerhalb der neu ausgewiesenen Baugebiete in der Gemeinde eine Bautätigkeit stattfinde, weshalb er auch die Förderinitiative des Bayerischen Ministerrates „Innen statt Außen“ und „Flächenentsiegelung“ grundsätzlich befürwortet. Allerdings müsste sich die Gemeinde verpflichten, keine neuen Baugebiete mehr auszuweisen, um in den Genuss dieser zusätzlichen Fördermittel zu kommen. Dies wiederum widerspreche seiner Ansicht, denn man sehe in Dingolshausen beide Bereiche als sehr wichtig an und möchte nicht auf einen Teil der gemeindlichen Entwicklungsmöglichkeit verzichten. Deshalb will er noch einmal das Gespräch mit dem Amt für ländliche Entwicklung suchen.

    Ein interkommunales Konzept zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in der Region Main-Steigerwald war das nächste Thema des Sitzungsabends. Dieses Konzept soll eine wasserwirtschaftlich nachhaltige und umweltverträgliche Bewirtschaftung der Wasserressourcen zum Ziel haben und für ein zusammenhängendes landwirtschaftliches Gebiet unter Berücksichtigung des vorhandenen Wasserangebotes Anpassungsstrategien für längere Trockenperioden entwickeln und untersuchen.

    Die Region Main-Steigerwald möchte ein entsprechendes Konzept ausschreiben und deshalb wird die Beteiligungsbereitschaft der Gemeinden abgefragt. Die Beteiligung der Gemeinde an der Konzepterstellung für ein regionales Wasserwirtschaftskonzept, bei dem die Gemeinde Michelau die Projektträgerschaft übernommen hat, wurde bereits beschlossen. Die Beteiligung am neuen Projekt haben bereits sieben Gemeinden beschlossen, allerdings sei hier noch kein Projektträger vorhanden, erläuterte der Bürgermeister.

    Die Konzepterstellung ist mit etwa 20 000 Euro veranschlagt, nach Abzug der Förderung werden voraussichtlich etwa 1000 bis 1500 Euro auf jede Gemeinde entfallen. Der Gemeinderat sieht aufgrund der zunehmenden Extrem-Wetterlagen durchaus den Bedarf an einem solchen Konzept für die Landwirte und Winzer der Region und fasste einstimmig den Entschluss, sich am Konzept zu beteiligen. Außerdem wird die Gemeinde die Projektträgerschaft übernehmen.

    Die Geschäftsstelle Main-Steigerwald wird Angebote einholen und den Förderantrag stellen. Bevor der Auftrag vergeben wird, ist jedoch ein erneuter Ratsbeschluss notwendig.

    Auch einer von der ÜZ geplanten Modellregion Mainfranken für eine Kooperation bezüglich der Energiewende steht die Gemeinde offen gegenüber. Dies wird sie der ÜZ auf deren Anfrage hin mitteilen.

    An einem vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat ausgeschriebenen Wettbewerb „Gütesiegel Heimatdorf“ will sich die Gemeinde beteiligen. Hierfür soll die Gemeinde darlegen, warum das Heimatgefühl, die Lebensqualität und die Attraktivität der Gemeinde zugenommen haben und sich dabei auf Aktivitäten und Maßnahmen der letzten Jahre beziehen.

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