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    DONNERSDORF

    Befestigter Lagerplatz für Klärschlamm erforderlich

    Mit einem Ortstermin an der Kläranlage in Donnersdorf begann die Zusammenkunft des Gemeinderats. Klärwärter Oskar Herfurth erläuterte, dass ein dringliches Problem bei der Zwischenlagerung des abgepressten Klärschlammes aufgetreten ist.

    Bisher wurde der Klärschlamm auf unbefestigtem Gelände in der Kläranlage kurzzeitig zwischengelagert und anfangs noch auf Felder verteilt, später dann nur noch auf Deponien weiter transportiert und endgelagert. Nach der neuen Gesetzgebung ist aber jetzt nur noch eine Verbrennung dieses Materials zulässig. Wegen fehlender Kapazitäten in den Verbrennungsanlagen ist eine sofortige oder kurzzeitige Abfuhr nicht mehr gewährleistet. Deswegen muss dringend ein befestigter Zwischenlagerplatz, aus Beton- oder Asphaltbodenfläche mit dreiseitiger Umfassung samt Überdachung und Abwasserableitung auf dem Gelände der Kläranlage geschaffen werden.

    Die Gemeinde ist aufgefordert, Angebote einzuholen, um mit den Arbeiten schnellstmöglich beginnen zu können. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen belaufen sich die Kosten für die zukünftige Lagerfläche mit den Abmessungen von circa 13 Meter auf 10 Meter auf ungefähr 30 000 bis 40 000 Euro.

    Eigene Presse von Vorteil

    „Dies ist aber nur ein erster dringlicher Schritt“, so der Klärwärter. „In naher Zukunft sollte man ins Auge fassen, eine eigene Presse für die Klärschlammpressung anzuschaffen; die Kosten für diese einmalige Investition betragen zwar 100 000 Euro, aber bei derzeit ein bis zwei Pressungen pro Jahr durch Fremdfirmen, müssen wir auch pro Pressung 15 000 Euro berappen. Somit hätte sich diese Ausgabe in acht bis spätestens zehn Jahren amortisiert und hätte weiterhin den vorteilhaften Nebeneffekt, dass man das täglich anfallende belastete Presswasser gleich in die Kläranlage zur Reinigung zurückführen könnte. Bei den bisherigen Fremdpressungen kann die große Menge an ausgepresstem Wasser immer nur in sehr kleinen Mengen täglich eingelassen werden, um die Anlage nicht zu überlasten“, so Oskar Herfurh,

    Risse an den Schächten

    Ein zweiter Ortstermin war die Besichtigung von zwei Kanalschächten in der Hauptstraße in Donnersdorf. Die Schächte zeigen im oberen Bereich deutliche Schadstellen. Die Betonringe haben viele Risse, sind stark sanierungsbedürftig und stehen teilweise kurz vor dem Einbruch. Es müssen mindestens vier Schächte ausgebessert oder erneuert werden um weitere größere Schäden, vor allem für den Kraftfahrzeugverkehr, zu vermeiden.

    „In diesem Fall, stehen wir als Vertreter der Gemeinde in der Pflicht, die Schächte baldmöglichst zu sanieren, um größere Folgeschäden zu vermeiden,“ so Bürgermeister Klaus Schenk. Baldmöglich sollen Angebote eingeholt werden.

    Orgel in Pusselsheim renoviert

    Der Antrag der Kirchengemeinde Pusselsheim auf einen Zuschuss für die abgeschlossene Renovierung der Kirchenorgel lag zur Beratung vor. Die Kosten der Renovierung belaufen sich auf insgesamt knapp 50 000 Euro. Die Gemeinde gewährt darauf einen Zuschuss von 10 000 Euro. Da dieser Betrag bereits im Haushaltsplan bereitgestellt wurde, musste kein erneuter Beschluss gefasst werden.

    Wildschäden vorgestellt

    Das Wildverbiss-Gutachten der Waldbegehung durch Revierförster Gerald Eser wurde den Räten zur Kenntnis mitgeteilt. Während es bei den Edellaubbäumen mit circa 59 Prozent und den sonstigen Laubbäumen mit 36 Prozent nur ganz minimale Verbesserung zum vorausgegangenen Gutachten aus dem Jahre 2015 gab, ist es bei den Fichten nahezu unglaublich, dass die Schäden durch Wildverbiss von fast 100 Prozent vom Gutachten 2015 auf derzeit fast null gesunken sind.

    Gut versichert

    Abschließend fasste das Gremium noch einstimmig den Beschluss, die zum Ende des Jahres auslaufende Gemeinde-Rechtsschutzversicherung zu erneuern. Auf Vorschlag des Gemeindetages wurde eine Straf- und Vollrechtsschutzversicherung mit 250 Euro Selbstbeteiligung ausgewählt. Die Jahresprämie kostet der Gemeinde 1,10 Euro pro Einwohner, was umgerechnet circa 2000 Euro bedeutet.

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