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    GEROLZHOFEN

    Bei der U18-Jugend CSU nur knapp vor den Grünen

    Über 2800 unter 18-jährige Schüler wählten in Stadt und Landkreis Schweinfurt Landtag. Im Bild von links die Organisatoren Christoph Simon, Melissa Voll, Sabrina Leske, Christian Starodub und Tobias Freibott Foto: Laureen Voll

    Am 4. Oktober war es für über 2800 Schüler an elf Schulen des Landkreises und an sechs Schulen der Stadt Schweinfurt soweit: Sie durften ihre Stimme im Rahmen der U18-Wahlen abgeben. Organisiert und durchgeführt wurde die jugendliche Landtagswahl durch eine Kooperation von Kreisjugendring (KJR) und Stadtjugendring (SJR) Schweinfurt. Beide Jugendringe entsandten Wahlteams an die einzelnen Schulen und nahmen vor der Stimmabgabe eine altersgerechte Wahleinführung vor.

    In diesem Jahr waren folgende Schulen dabei: Mittelschule Holderhecke Bergrheinfeld, Mittelschule Am Sonnenteller Dittelbrunn, Mittelschule Gerolzhofen, Sport-Mittelschule Gochsheim, Hugo-von-Trimberg-Mittelschule Niederwerrn, Mittelschule Oberes Werntal Poppenhausen, Mittelschule Sennfeld, Balthasar-Neumann-Mittelschule Werneck, Realschule Schonungen, Celtis-Gymnasium Schweinfurt, Heideschule Schwebheim, Frieden-Mittelschule Schweinfurt, Montessori-Mittelschule Schweinfurt, Olympia-Morata-Gymnasium Schweinfurt (noch nicht ausgewertet), Private Wirtschafts- und Realschule Pelzl Schweinfurt und Walther-Rathenau-Realschule und Gymnasium Schweinfurt

    Beteiligung verdoppelte sich

    Die Beteiligung der Jugendlichen und der Schulen war so hoch wie nie zu vor. Insgesamt gaben bei der U18-Landtagswahl 2086 Jugendliche in Stadt und Landkreis ihre Stimme ab. Insgesamt hat man 2018 die Beteiligung der Jugendlichen verdoppeln können. Hierauf blicken KJR und SJR mit gewissem Stolz, schreiben sie in einer Pressemitteilung..

    Hintergrund der Wahl ist das zentrale Anliegen, Kindern und Jugendlichen politische Bildung zu vermitteln und ihr politisches Interesse zu wecken. Dabei sollen sie die Möglichkeit haben, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und anschließend eine eigene Wahlentscheidung treffen zu können, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Zur thematischen Vorbereitung der Jungwähler konnten die Jugendringe in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) umfangreiche Infomaterialien für die teilnehmenden Schulen bereitstellen. Auch eine eigens kreierte Wahlbroschüre mit der Vorstellung von Landtagskandidat war mit im Gepäck.

    Der KJR Schweinfurt hat zudem seit 1. Februar eine Projektstelle zum Thema der Jugendbeteiligung. Melissa Voll war hier federführend verantwortlich. Beim SJR Schweinfurt organisierte das Vorstandsmitglied Tobias Freibott die U18-Wahlen.

    Interessierte Schüler

    Die Wahlteams trafen am Wahltag vor Ort auf interessierte Schüler und engagierte Schulen. Insgesamt verlief die U18-Wahl reibungslos und sorgte für ein entspanntes Zusammentreffen von Schülern, Lehrkräften, Koordinatoren und den ehrenamtlichen Wahlteams.

    Spannend blieb bis zum Schluss, wie die Schüler gewählt hatten. Der Fokus der U18-Wahlen lag auf der Zweitstimme der jungen Wählenden. Anliegen der Jugendringe war es jedoch, zusätzlich auch die Erststimme der Jungwähler zu berücksichtigen, um einen regionalen Bezug herstellen zu können.

    Willen zum Wählen bekundet

    Die Lehrkräfte befassten sich an den einzelnen Schulen intensiv mit einer sachlichen Vorbereitung, zum Beispiel im Fach Sozialkunde. Es wurde sehr deutlich, dass es den Schulen ein wichtiges Anliegen war, an den U18-Wahlen teilzunehmen und den Schülern die Stimmabgabe zu ermöglichen. Das größte Lob kam allerdings von den Schülern selbst: Als die Wahlteams die Schülern vor Ort fragten, ob sie mit 18 Jahren nun auch zum Wählen gehen würden, antworteten fast alle mit „Ja“.

    Beide Vorsitzende der Jugendringe, Christoph Simon vom KJR und Christian Starodub vom SJR, ziehen ein sehr positives Fazit. Sie sehen beide ihre zentralen Anliegen der Mitbestimmung junger Menschen verwirklicht. „Wir haben gemeinsam erneut darauf aufmerksam gemacht, dass unzählige junge Menschen kein Stimmrecht in Bayern haben. Die Jugendlichen sind die Zukunft unseres Landes und deshalb sollten sie auch mitbestimmen, wenn es um die Gestaltung der eigenen Lebensbedingungen geht“, so der KJR-Vorsitzende Christoph Simon. Sein Amtskollege vom SJR, Christian Starodub, ergänzt: „Das Teilnahmeergebnis übertrifft unsere eigenen Vorstellungen und ich freue mich über die wichtige Zusammenarbeit unsere beiden Jugendringe.“ Abschließend ist man sich einig, dass die Themen der politischen Bildung immer mehr an Bedeutung gewinnen und beide Jugendringe diese Thematik weiter verfolgen werden.

    Hier nun das Gesamtergebnis der Schulen im Landkreis Schweinfurt bei den Zweitstimmen:

    Anzahl gültiger Stimmen 1195, CSU 290 (24,27 Prozent), Grüne 258 (21,59), SPD 154 (12,89), AfD 126 (10,54), Freie Wähler) 78 (6,53), Tierschutzpartei 78 (6,53), Die Linke 47 (3,93), FDP 45 (3,77), Die Partei 31 (2,59), Bayernpartei 24 (2,01), Piraten19 (1,59), V-Partei (17(1,42 Prozent), Die Franken 15 (1,26), ÖDP 7 (0,59) und mut 6 (0,5).

    Ergebnis Erststimme bei 1185 gültigen Stimmen im Landkreis: CSU, Gerhard Eck 325 (27,43 Prozent), Grüne, Paul Knoblach 227 (19,16), SPD, Kathi Petersen182 (15,36), AfD, Richard Graupner128 (10,80), Freie Wähler, Dr. Ulrike Schneider 103 (8,69), Tierschutzpartei, Jaqueline Kraft 72 (6,08), FDP, Gunnar Bock 54 (4,56), Die Linke, Robert Striesow 47 (3,97), Bayernpartei, Uta Gilbert18 (1,52), Die Franken, Detlef Tartsch 10 (0,84), V-Partei³, Christian Ortloff 10 (0,84), ÖDP, Stefan Bretscher 9 (0,76).

    Gesamtergebnis der Schulen aus Stadt und Landkreis bei den 2086 gültigen Zweitstimmen:

    CSU 505 (24,21 Prozent), Grüne 410 (19,65), SPD 289 (13,85), AfD 226 (10,83), Tierschutzpartei 150 (7,19), Freie Wähler 103 (4,94), Die Linke 91 (4,36), FDP 83 (3,98), Die Partei 63 (3,02), Piraten?56 (2,68), Bayernpartei 38 (1,82), V-Partei 27 (1,29), Die Franken 22 (1,05), ÖDP 13 (0,62), mut10 (0,48) Prozent).

    Ergebnis Erststimme bei 2073 gültigen Stimmen: CSU, Gerhard Eck 535 (25,81), Grüne, Paul Knoblach 406 (19,59), SPD, Kathi Petersen 323 (15,58), AfD, Richard Graupner 228 (11), Tierschutzpartei, Jaqueline Kraft 150 (7,24), Freie Wähler, Dr. Ulrike Schneider 132 (6,37), FDP, Gunnar Bock 99 (4,78), Die Linke, Robert Striesow 98 (4,73), BP, Uta Gilbert 38 (1,83), Die Franken, Detlef Tartsch 27 (1,30), ÖDP, Stefan Bretscher 19 (0,92) und V-Partei, Christian Ortloff18 (0,87).

    Bearbeitet von Norbert Finster

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