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    STADTLAURINGEN

    Benachteiligte Kinder im Blick

    Es ist eine tolle Erfolgsstory und die Stadtlauringer Kolpingsfamilie ist nicht wenig daran beteiligt, dass sie zustande kam. Dabei handelt es sich um einen heute 21-jährigen Rumänen, dessen Kindheit alles andere als eine gute Schul- und Berufsausbildung vorher sehen ließ. „Radu Segarceaunu ist ein Beispiel, dass die Arbeit der Stiftung des Heiligen Franziskus hundertprozentig funktioniert“, freut sich Werner Steinruck, der Leiter des Arbeitskreises Rumänien in der Stadtlauringer Kolpingsfamilie. Sie unterstützt seit mehr als zwei Jahrzehnten den Franziskanerpater Csaba, der diese Stiftung ins Leben gerufen hat, um vor allem benachteiligten Kindern in diesem Land die Chance auf ein besseres Leben zu geben, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Im letzten Jahr trafen die Fahrer des Hilfstransportes aus Stadtlauringen Radu Segarceaunu. Er wuchs als Kind in den Sozialwohnungen von Hunedoara auf. Als sich seine Eltern 2004 scheiden ließen, nahm Pater Csaba ihn im Kinderheim von Deva auf. Zweimal verließ er für einige Zeit das Heim, um zu seiner Mutter oder seinem Vater zurückzukehren. Nach der achten Schulklasse ging er wieder in das Kinderheim nach Deva, wo er das Abitur und eine Druckerlehre abschloss. Jetzt absolviert er ein Ingenieurstudium an der Universität.

    In diesem Jahr werden Mitglieder des Rumänienarbeitskreises und Helfer wieder vom 15. bis 22. September Spendengüter in dieses südosteuropäische Land bringen. Der erste Halt wird das Kinderheim in Deva sein. Auch für das Deutsche Forum in Lupeni, das sich um die dort noch verbliebenen deutschstämmigen Bürger und benachteiligter Familien kümmert, wird Hilfsgüter erhalten. In Cristur wird die caritative Arbeit von Pfarrer Janos Toth unterstützt. Die Ärztin Simona Bandici freut sich vor allem über Medikamente und Verbandmaterial, da einige ihrer Patienten nicht in der Lage sind, bei Krankheit die Kosten für Arzt und Arznei zu finanzieren.

    Neben Geldspenden werden für die Hilfslieferung dringend Lebensmittel, Hygieneartikel, Putzmittel, Windeln und Desinfektionsmittel benötigt. Die Kinder freuen sich über Schul- und Bastelmaterialien sowie Sportgeräte. Fahrräder für Kinder und Erwachsene sind höchst willkommen.

    Heuer wird zum ersten Mal auch bis Hermannstadt gefahren. Hier hilft ein Hospitz der evangelischen Kirche in Frankfurt mit, ein Kinderhospitz zu errichten. Der Kontakt kam durch die Tochter eines Stadtlauringer Kolpingsmitglieds zustande.

    Abgabetermin für die Hilfsgüter ist am Samstag, 21. Juli, und am Samstag, 1. September, jeweils von 10 bis 12 Uhr im Sammellager, Lispenstraße Stadtlauringen.

    Die Sammeltermine für die Aktion „Eine Sache mehr …“ sind im REWE-Markt Stadtlauringen von Mitte Juli bis Mitte/Ende August, im EDEKA-Markt Höchner Hofheim vom 16. Bis 21. Juli, im EDEKA Höchner und TEGUT-Markt Bad Königshofen vom 23 bis 28.Juli. Die Kolpingsfamilie Schweinfurt sammelt im EDEKA Maul Niederwerrn vom 16. bis 21.Juli und im EDEKA-Markt Höchner Schweinfurt-Bergl vom 23. bis 28.Juli.

    Spendenkonto: VR-Bank Schweinfurt eG, Kolpingfamilie Stadtlauringen – Rumänienarbeitskreis, IBAN: DE21 7906 9010 0003 1212 24. Infos bei Werner Steinruck, Tel. (0 97 24) 78 39, Volker Zimmer, Tel. (0 97 24) 16 76

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