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    Bergrheinfeld

    Bercher Mee Elf als Verein gegründet

    Sie freut sich, die Vorstandschaft des neuesten Bergrheinfelder Vereins, der "Bercher Mee Elf e.V." (von rechts): Gesellschaftspräsident Ralf Pfeuffer, sein Stellvertreter Jonas Rösch, Schriftführerin Johanna Kolb, Schatzmeister David Rösch, Otto Liebenstein (Präsidium), Sitzungspräsident Oliver Jung, zweiter Bürgermeister Dieter Wagner und Bürgermeister Ulrich Werner. Foto: Horst Fröhling

    Bisher war die Bercher Mee Elf die Faschingsgemeinschaft der katholischen Vereine Bergrheinfelds, bestehend aus KAB, Frauenbund und Kirchenchor. Jetzt stand eine strukturelle Veränderung an: Die Faschingsgemeinschaft gründete einen eigenen Verein.

    Gesellschaftspräsident Ralf Pfeuffer begrüßte die 51 eingetragenen Besucher und nannte Gründe für die anstehende Vereinsgründung. Als Beispiele nannte er die Eigenständigkeit des neuen Vereins, Unabhängigkeit und die Gemeinnützigkeit. Außerdem sei es damit einfacher, im Pfarrheim – das keinen Wirtschaftsbetrieb mehr besitzt – die Faschingsveranstaltungen mit eigener Bewirtung durchzuführen. Der neue Verein werde die Tradition des Faschings weiter hochhalten und allen Narren eine Heimat bieten. Die Bercher Mee Elf sei bereits Mitglied bei der Föderation Europäischer Narren (FEN) und werde dies auch bleiben.

    Karl Heinz Kopp, ein Mann der ersten Stunde, gab einen Blick in die Historie der Bercher Mee Elf. Mit der Fertigstellung des Pfarrheims 1982 sei auch die Faschingsgesellschaft, bestehend aus KAB, Frauenbund und Kirchenchor, ins Leben gerufen worden. Ab 1984 habe es ein Präsidium gegeben, Garden und eigene Redner seien aufgetreten. Dann sei der Beitritt zur FEN gekommen und ein Vereinswappen gestaltet worden. Mit dem Slogan von 1987 "Berch ist nicht verloren – die Mee Elf ist geboren" und dem ersten Rathaussturm 1988 sei die Faschingsgemeinschaft endgültig etabliert gewesen.

    100 Prozent Zustimmung

    Sitzungspräsident Oliver Jung erklärte als Versammlungsleiter die Satzung des künftigen Vereins. Ziel sei die Gemeinnützigkeit im Sinne von Kunst, Kultur und Sport, Vereinszweck die Pflege von karnevalistischem Brauchtum und Fasching. Die bisherige Tradition werde weitergeführt. Die Erlöse aus Veranstaltungen dürften auch nur für diese Zwecke benutzt werden.

    Die Ehrenämter Gesellschaftspräsident, Stellvertreter, Schriftführer und Schatzmeister würden auf zwei Jahre gewählt. Das Präsidium bestehe aus Vorstand und Beiräten. Der Sitzungspräsident werde vom Präsidium bestimmt. "Wir wollen den Verein "Bercher Mee Elf" gründen", sagte er. Bei der Abstimmung gab es dafür 100 Prozent Zustimmung.

    Die Vereinsgründung mache es allen leichter, stellte Bürgermeister Ulrich Werner fest. Er sagte den vielen Aktiven Dank für deren Engagement. Nur so könnten die Faschingssitzungen stattfinden, die einen festen Platz im örtlichen Kulturleben haben. Er freue sich, dass hier generationsübergreifend gearbeitet werde.

    Ziel: Generationswechsel

    Die anstehende Wahl, geleitet von Bürgermeister Ulrich Werner und zweitem Bürgermeister Dieter Wagner, brachte folgende Ergebnisse: Gesellschaftspräsident: Ralf Pfeuffer, Stellvertreter: Jonas Rösch, Schriftführerin: Johanna Kolb, Schatzmeister: David Rösch, Revisoren: Brigitte Rebhan, Melanie Klotz und Karl Heinz Kopp. Der neue Vorstand wurde ermächtigt, den Eintrag ins Vereinsregister verbunden mit der Gemeinnützigkeit vornehmen zu dürfen. Angenommen wurde auch die Beitragssatzung: Ein aktives Mitglied zahlt jährlich elf Euro, ein Gardemädchen aufgrund der umfangreichen Ausstattung 30 Euro im Jahr.

    Der alte und neuen Gesellschaftspräsident Ralf Pfeuffer betonte zum Schluss, er werde das Amt mit Demut führen. Sein Ziel sei ein Generationswechsel, der durch die Wahlen bereits begonnen wurde. Er sei bereits seit 22 Jahren in führender Position, davon 15 Jahre als Sitzungspräsident. Er klebe nicht an diesem Posten, sondern möchte den Nachwuchs in die verantwortlichen Positionen begleiten.

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