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    Bergrheinfeld

    Bergrheinfeld: Kühles Bier und heiße Kirchweih-Tage

    Flower Power beim Festumzug Foto: Uwe Eichler

    "Hoch die Hände, es ist Kirchweihwochenende." Das Motto passte: Der herzförmige Fächer war das wichtigste Accessoire beim traditionellen Kirchweihauftakt am Samstag, zumindest für die am Festzelt aufgereiht sitzenden, feschen Trachtenmädels.

    Bei schwüler Hitze kamen doch einige ins Schwitzen, schon beim Umzug von der Würzburger Straße her, in Richtung Holderhecke. Die Fichtenburschen sowieso, die zwei bändergeschmückte Nadelbäume in die Verankerungen am Festplatz wuchten und versenken mussten: streng genommen keine Fichten, sondern schwere, 18 Meter hohe Douglasien aus dem Bercher Wald.

    Festumzug durch Berch. Foto: Uwe Eichler

    Der aus Nordamerika stammende Import gilt als besonders klimaresistent, aber auch gewichtiger als die heimischen Vorgänger. Unter wehenden blau-weißen und rot-weißen Fahnen führten die Kirchweihreiterinnen den Festzug an, mit Plüapaaren, Trachtenkindern, Bollerwagen und Bergrheinfelder Musikanten. Die Feuerwehr übernahm die Sicherung und lenkte den Straßenverkehr, inklusive Stadtbus.

    Hoch das Teil: Die "Douglasienburschen" hatten einiges Gewicht zu stemmen. Foto: Uwe Eichler

    Ansonsten durften die Bercher schon am Wegesrand mitfeiern. Die Burschen waren auch 2019 wieder spendabel und brachten ihre gut gefüllten Bierkrüge an den Bürgersteig. Schon im Kirchweihlied heißt es schließlich: "Ja, wir feiern heute Kirchweih, in dem schönen Ort Bergrheinfeld und wir grüßen eine große Freudenschar –  Wir vergessen alle Sorgen, denken nicht an übermorgen. Kirchweih feiern ist so schön. Ihr müssts verstehen." Unter den Augen von Bürgermeister Ulrich Werner wurden die "Plüabama" dann an ihre Stammplätze manövriert.

    Auch für die Zuschauer am Wegesrand gab es einen guten Schluck. Foto: Uwe Eichler

    Nach dem erlösenden Tusch des Orchesters wurde es Zeit für die Rundtänze der Planpaare, vor und im Festzelt. Die "Kerm" wird in diesem Jahr vom TSV Bergrheinfeld ausgerichtet, im nächsten Jahr übernimmt erstmals eine neugegründete Festgemeinschaft, dann wird wieder gewechselt.

    Nach einem Wochenende voller Tanz, Wein, Bier und Gesang ist noch lange nicht Schluss: Am Montag starten die Plüapaare ihre öffentliche Tanzrunde durchs Dorf, Start ist um 14 Uhr am Zehnthof, mit den Rheinfelder Musikanten. Ab 17 Uhr darf nochmal geschwitzt werden, bei Kraut und Knöchli im Zelt. Ab 20 Uhr übernimmt, bei freiem Eintritt, die Joe Williams-Band, mit Party-  und Latino-Rhythmen, passend zur Tropenhitze in Franken.

    Gegen die Tropenhitze half nur Frischluft Fächern Foto: Uwe Eichler

    Allerdings unternehmen die Bergrheinfelder schon auch etwas gegen den Klimawandel und holzen nicht einfach nur ab: Nachdem die örtlichen Fichten unter dem Borkenkäfer leiden, wurden im Frühjahr zwölf Nordmanntannen an der Holderhecke gepflanzt, eine pro Plüapaar.    

    Früh übt sich: Beim Umzug durch Bergrheinfeld waren Kleine wie Große auf der Straße. Foto: Uwe Eichler

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