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    Bergrheinfeld

    Bergrheinfelder Wehr zu 125 Einsätzen ausgerückt

    Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten die Kommandanten der Feuerwehren Bergrheinfeld und Garstadt dem Gremium ihre Berichte vor. "Im vergangenen Jahr musste die Freiwillige Feuerwehr Bergrheinfeld zu 125 Einsätzen ausrücken", berichtete Kommandant Matthias Endres. Dabei hätten die Helfer 1930 Stunden Dienst geleistet. Die Bandbreite der Einsätze erstreckte sich über 28 Brände, 48 technische Hilfeleistungen, darunter 15 Verkehrsunfälle, neun ABC-Einsätze, eine Sicherheitswache und 39 sonstige Alarmierungen, darunter 35 Unwettereinsätze. Auf die Autobahnen A7, A70 und A71 ist die Wehr 15 Mal ausgerückt.

    Begonnen habe das Einsatzjahr mit fünf Unwettereinsätzen am 3. Januar. Eine Gewitterfront habe am 23. Mai in Bergrheinfeld zu einem Dachstuhlbrand durch Blitzeinschlag geführt. Dazu kamen ein tödlicher Verkehrsunfall auf der A7 am 23. Juli sowie ein Großbrand im Abfallwirtschaftszentrum des Landkreises am 24. Oktober. Ein Gefahrguteinsatz der Dekon-Gruppe am 5. November in Gochsheim sowie ein Scheunenbrand in Bergrheinfeld am 15. November seien die spektakulärsten Einsätze gewesen.

    Je eine Alarmübung habe im Schloss Werneck und am Bergrheinfelder Hochhaus stattgefunden. Die Leistungsprüfung "Löschgruppe" absolviert hätten 18 Feuerwehrleute. Insgesamt fünf Übungen habe die Dekon-Gruppe durchgeführt.

    97 aktive Mitglieder

    Gerätewarte und Atemschutzwerkstatt hätten zusammen 1200 Stunden Dienst für Wartung und Pflege der sensiblen Gerätschaften geleistet. Atemschutzübungen hätten 21 stattgefunden. Eine Klasse der Grundschule und zwei Gruppen des Kindergartens hätten die Feuerwehr besucht.

    Die Wehr habe zurzeit 97 aktive Mitglieder, darunter acht Frauen. Insgesamt habe die Bergrheinfelder Feuerwehr im vergangenen Jahr rund 6600 Stunden Dienst geleistet. In der Jugendgruppe seien 13 Nachwuchsfeuerwehrleute aktiv, darunter vier Neuzugänge. Stattgefunden hätten 20 Übungen. Sieben Jugendliche hätten am Wissenstest teilgenommen.

    "Die Freiwillige Feuerwehr Garstadt ist im vergangenen Jahr zu 14 Einsätzen ausgerückt", berichtete Kommandant Achim Hiernickel. Vier Brände in Bergrheinfeld, sieben Verkehrsabsicherungen und drei Hilfeleistungen habe die Wehr bewältigt.

    Leistungsprüfungen geplant

    Am Wissenstest hätten 14 Jugendliche teilgenommen. Neun Gruppenübungen seien im vergangenen Jahr abgeleistet worden. Gemeinsam mit der Feuerwehr Bergrheinfeld sei eine 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehrleute durchgeführt worden. Die modulare Truppmannausbildung hätten drei, den Feuerwehrführerschein zwei Aktive erfolgreich absolviert. Zurzeit habe die Garstadter Feuerwehr 50 aktive Mitglieder und 13 Jugendliche. Für dieses Jahr seien die Leistungsprüfung "Löschgruppe" und die Jugendleistungsprüfung geplant.

    Bürgermeister Ulrich Werner sprach von einer eindrucksvollen Bilanz und dankte allen Aktiven der beiden Feuerwehren für deren Einsatzbereitschaft und für den reibungslosen Ablauf der vielen Einsätze. Er lobte vor allem deren gut funktionierende Zusammenarbeit und die Aktivitäten im Jugendbereich. Die Feuerwehr Bergrheinfeld werde dieses Jahr weiter auf der Tagesordnung des Gemeinderates sein, so Werner. Feuerwehrhaus und neues Löschfahrzeug werden hier die Themen sein.

    Des Weiteren ging der Bürgermeister auf den Rückbau des Atomkraftwerkes ein. Hier liege ein Antrag des Betreibers Preußen Elektra vor, die Werkfeuerwehr aus betriebswirtschaftlichen Gründen aufzulösen. Zugesichert war, so Werner, diese bis zum Abbau des atomaren Teils zu erhalten. Vor Ort seien Spezialisten notwendig. Diese Aufgaben könne keine Feuerwehr leisten. Nach dem Rückbau des atomaren Teils sehe dies anders aus. Darüber sei er sehr verwundert.

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