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    Sulzheim

    Besonders Disziplin war bei Großübung gefragt

    Bei der Alarmübung in Sulzheim: Ein "Verletzter" wird von der Feuerwehr an den Rettungsdienst übergeben. Foto: Gerald Effertz

    Donnerstag Abend: In Sulzheim, Mönchstockheim, Alitzheim und Vögnitz schrillen die Sirenen. Und auch in Gerolzhofen gingen die Piepser der Floriansjünger an. Kurze Zeit später fahren Feuerwehrfahrzeuge mit Sondersignal und Martinshorn durch Sulzheim.

    Besorgte Anwohner schauen, "was da passiert ist". Ja, was war passiert ? Es war eine Großübung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche (früher Brandschutzwoche) in der Gemeinde, aber eine bei der es "besonders um Disziplin ging", wie es Sulzheims Kommandant Martin Geier im Vorfeld ausdrückte. Angenommen war ein Garagenbrand, der dann auf ein Wohnhaus übergriff.

    Neben dem Retten eines Verletzten (ein Darsteller aus der mit sechs Personen vertretenen Sulzheimer Jugendfeuerwehr) galt es vor allem bei der Anfahrt knifflige Situationen zu beachten. Beide Zufahrtswege sind nämlich Sackgassen. Kurz nach dem Anfahren der Feuerwehren werden Schläuche verlegt, Pumpen angelassen, die Wasserversorgung sichergestellt, Einweiser abgestellt und vieles mehr. Einige Bürger beobachteten die Übung und konnten sich von der schweißtreibenden Arbeit überzeugen.

    Viele Schläuche mussten verlegt werden. Und dies möglichst schnell. Foto: Gerald Effertz

    Das Rote Kreuz aus Gerolzhofen war mit dem Rettungswagen der Bereitschaft zum einen zur Atemschutzabsicherung (insgesamt wurden sechs Atemschutzgeräteträger eingesetzt), aber auch zur Versorgung des "Verletzten" vor Ort. Rettungssanitäter Alexander Hornung und Rettungsassistent Herbert Barthel unterstützen die Übung gern. Ebenfalls vor Ort weilten Kreisbrandinspektor Alexander Bönig sowie die Kreisbrandmeister Stefan Hauck, Oliver Lutz und Daniel Scheller.

    "Im Ernstfall hätten wir nachalamiert", also weitere Wehren dazu gerufen, sagte Kommandant Geier auf Nachfrage. Bei der Besprechung nach der Übung ging zunächst Sulzheims Kommandant (er hatte mit seinem Stellvertreter Sebastian Heim die Übung geplant) auf die zu bewältigenden Aufgaben ein. Kreisbrandinspektor Bönig dankte allen, "die sich zum Wohl der Bürger einsetzen". Besonderen Dank richtete er an die Gerolzhöfer Einsatzkräfte, die am Vortag im realen Einsatz waren.

    Die Großübung verfolgten auch Bürgermeister Jürgen Franz Schwab, sein Stellvertreter Albrecht Dazer und dritter Bürgermeister Elmar Weinbeer. Schwab betonte die gute Kameradschaft der vier Wehren und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr aus Gerolzhofen. Die 80 Einsatzkräfte durften sich als Dankeschön danach stärken.

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