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    Schweinfurt

    Beste Chancen für den Nachwuchs im Gastronomiebereich

    An der Adolph-Kolping-Schule wurden Ausbildung und Arbeitswelt zusammengebracht. Gegessen wird immer, aber nicht nur deshalb sind Arbeitskräfte dieser Bereiche gefragt.
    Topfgucken ausdrücklich erlaubt: Neben BVJ-Absolventen und Fachpraktikanten, überzeugten sich auch der Geschäftsleiter des Kolping Schulwerkes Alexander Hummler (Fünfter von links), der für die Kochausbildung zuständige Michael Weyer (Sechster von links) und Schulleiterin Ulrike Albrecht (Siebte von links) vom Menu-Angebot. Auch Eva Dümmler vom Verein 'Jugend mit Zukunft' (rechts) und Lehrerin Stefanie Arz (Vierte von rechts) waren dabei als die Deckel gelüftet wurden. Matthias Kraft (Sechster von rechts) und Dagmar Heckmann (Zweite von rechts) repräsentierten die Menü-Manufaktur Hofmann.
    Topfgucken ausdrücklich erlaubt: Neben BVJ-Absolventen und Fachpraktikanten, überzeugten sich auch der Geschäftsleiter des Kolping Schulwerkes Alexander Hummler (Fünfter von links), der für die Kochausbildung zuständige Michael Weyer (Sechster von links) und Schulleiterin Ulrike Albrecht (Siebte von links) vom Menu-Angebot. Auch Eva Dümmler vom Verein "Jugend mit Zukunft" (rechts) und Lehrerin Stefanie Arz (Vierte von rechts) waren dabei als die Deckel gelüftet wurden. Matthias Kraft (Sechster von rechts) und Dagmar Heckmann (Zweite von rechts) repräsentierten die Menü-Manufaktur Hofmann. Foto: Helmut Glauch

    "Planung und Durchführung einer Sonderveranstaltung mit allem was dazugehört". Der an der Adolph-Kolping-Schule in Schweinfurt für die Ausbildung der Köche zuständige Michael Weyer ist zufrieden mit seinen Schützlingen. Denn bei so einer Sonderveranstaltung im gastronomischen Bereich ist es nicht damit getan dem Caterer eventuell bei der Aufbereitung der Speisen zur Hand zu gehen. Da muss alles nötige vorher geplant und berücksichtigt werden – wie werden die Tische gestellt, wie hoch ist der Platzbedarf, wo sind die Steckdosen und und und.

    Einblicke in die Arbeitsbereiche eines möglichen Arbeitgebers

    Die Sonderveranstaltung in der Adolph-Kolping-Schule, das war eine Präsentation des Caterers "Menü-Manufaktur Hofmann", die nicht nur ihre Produkte und Fertigungslinien vorstellte, sondern den jungen Leuten auch Einblicke in ihre Arbeitsbereiche bot. Schließlich ist so ein Unternehmen, das zum Beispiel auch Essen auf Rädern anbietende Hilfsorganisationen in Schweinfurt beliefert, auch ein potentieller Arbeitgeber für die jungen  Leute, die sich in der Schule in der Bahnhofsstraße auf Berufe im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft vorbereiten, oder die Fachkraft im Gastgewerbe werden wollen.   

    An der Adolph-Kolping Schule Schweinfurt mit ihrer Außenstelle in Bad Neustadt werden etwa 300 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf berufsvorbereitend und ausbildungsbegleitend unterrichtet und in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. Im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) werden neben Gastronomie und Hauswirtschaft auch Betreuung und Pflege, Farbtechnik und Raumgestaltung, Holztechnik und Metalltechnik angeboten. Vielfältig auch die Möglichkeiten der Ausbildungsbegleitung im dualen System. Neben Holz- und Metallverarbeitung spielt auch da alles was mit Speis und Trank und Gastronomie zu tun hat eine große Rolle. So wird ganz neu die Ausbildungsbegleitung im Bereich "Fachpraktiker Küche" angeboten. 

    Das Auge isst mit: Lehrerin Stefanie Arz und ihre Schülerin Chiara Fraccica sorgen dafür, dass auch ein paar Blümchen das Auge des Betrachters erfreuen.
    Das Auge isst mit: Lehrerin Stefanie Arz und ihre Schülerin Chiara Fraccica sorgen dafür, dass auch ein paar Blümchen das Auge des Betrachters erfreuen. Foto: Helmut Glauch

    Dank der Kontakte von Eva Dümmler, Vorsitzende des Schweinfurter Vereins "Jugend mit Zukunft e.V." erfuhren die jungen Leute nicht nur einiges über die Produktionsprozesse der Menü-Manufaktur-Hofmann und über den Wert gesunden Essens, sondern konnten sich das vielfältige Buffet auch schmecken lassen. "Jugend mit Zukunft" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Gesunderhaltung  junger  Menschen beizutragen und will Angebote machen wie auch jungen Leuten aus nicht immer einfachen Verhältnissen ein Weg in die Zukunft geebnet werden kann. "Gemeinsam mit Schweinfurter Betrieben aus den Branchen Industrie, Handwerk und Gastronomie entwickelt der Verein Module, die die Anforderungen der Berufe berücksichtigen und gleichzeitig die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen ausbauen helfen. Notwendige Schlüsselqualifikationen werden gelernt, die für Erwerbs- und Arbeitsplätze nötig sind", heißt es auf der Homepage des Vereins.   

    Warum gesundes Essen so wichtig ist

    Dümmler ist auch Coach im Auftrag der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Unterfranken des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und als solche daran interessiert, dass bei der Jugend ein Bewusstsein für gesundes Essen geschaffen wird. Gebietsverkaufsleiter Matthias Kraft und  Ernährungsberaterin Dagmar Heckmann von der Menü-Manufaktur boten Einblicke in das System "Cook & Freeze", was bedeutet, dass ein Essen zu 75 Prozent vorgekocht und dann bei Minus 76 Grad schockgefroren wird. Vor Ort wird dann die restliche Zubereitung durchgeführt. Auch ökologische Gesichtspunkte, Nachhaltigkeit  und die Frage zum Beispiel nach der Recyclingfähigkeit der Umverpackungen spielen eine zunehmend große Rolle. Im Caterer-Bereich werden immer mehr Bio-Produkte nachgefragt und man arbeite ohne Geschmacksverstärker.     

    Die Chancen für junge Leute, die sich auf einen Job rund um Essen und Trinken vorbereiten sind übrigens sehr gut. Nicht nur Caterer suchen händeringend Fachkräfte für viele Bereiche. Auch Schulleiterin Ulrike Albrecht bestätigt, dass die Jobaussichten in den Bereichen Service, Gastronomie und Hauswirtschaft gut bis sehr gut sind. Deshalb ist es wichtig das ganze Paket, von der Tischdeko über das Kochen bis zur Präsentation der Speisen möglichst auch mittels Echtsituationen zu vermitteln. Projekte wie die Präsentation der Menü-Manufaktur Hofmann seien deshalb eine Win-Win-Situation für Schule und Betrieb. Schön wenn, wie in diesem Fall, diese Win-Win-Situation mit einem opulentem Menü gekrönt wird.     

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