• aktualisiert:

    Schweinfurt

    Bezahlbar Wohnen: Linke stellen sich hinter Bürgerbegehren

    Am 2. Oktober ging das Bürgerbegehren "Bezahlbar Wohnen in Schweinfurt" an den Start. Dahinter stehen die Initiatoren Jochen Keßler-Rosa, Barbara Mantel, Frank Firsching, Elke Tober-Vogt, Sinan Öztürk und Karl-Heinz Körblein (von links). Foto: Helmut Glauch

    Das Votum in einer Mitgliederversammlung des Kreisverbands Die Linke fiel einstimmig aus: Man will das Bürgerbegehren "Bezahlbar Wohnen in Schweinfurt", das am 2. Oktober an den Start gegangen ist, aktiv unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung der Linken. Und zwar nicht nur mit Worten. Der Kreisverband werde Infostände anbieten, um sich an der Sammlung der notwendigen Unterschriften zu beteiligen. 3000, so hieß es bei der Vorstellung des Bürgerbegehrens am 2. Oktober, wolle man bis Dezember gesammelt haben. 

    Die Unterstützung aus dem Kreisverband verwundert nicht wirklich, schließlich sind zwei der sechs Initiatoren Stadträte der Linken: Frank Firsching und Sinan Öztürk. Beiden brennt das Thema seit langem auf den Nägeln, beide haben immer wieder Anträge an den Schweinfurter Stadtrat gestellt, für den Ausbau von Sozialwohnungen. Dies, so Andrea C. Greber vom Kreisvorstand Die Linke in ihrer Pressemitteilung, sei schließlich eine der Aufgaben einer Stadtverwaltung zur Daseinsvorsorge. Für Greber und ihren Kreisvorstands-Kollegen Robert Striesow ist klar, dass die Frage des Wohnens nicht alleine dem Markt überlassen werden dürfe. Wie Robert Striesow betone, gäbe es für den sozialen Wohnungsbau noch Freiflächen in Schweinfurt. Außerdem könne die Stadt Schweinfurt Grundstücke dazu kaufen. Er zitierte laut Pressemitteilung den bayerischen Bauminister Hans Reichhart, der in einem Interview festgestellt habe, dass der Bau von Sozialwohnungen der beste Weg wäre, um dem massiven Anstieg der Mieten zu begegnen.

    In den Augen von Andrea C. Greber müssten Sozialwohnungen sowohl ökologisch nachhaltig als auch kostengünstig gebaut und altersgerecht gestaltet werden. Auch der Aussage des Ministers in besagtem Interview „Der soziale Wohnungsbau ist die soziale Frage unserer Zeit und Garant für den gesellschaftlichen Frieden“ sei ohne Abstriche zuzustimmen, so Greber. Schatzmeisterin Kerstin Reichert unterstrich, dass mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln der Bau von neuen Wohnungen zu absolut günstigen Konditionen unverzüglich in Angriff genommen werden könne.

    Infostände will der Kreisverband Die Linke in Schweinfurt an folgenden Tagen anbieten: 11., 18., und 25. Oktober von 15.30 bis 19 Uhr; sowie 12., 19. und 26. Oktober von 10 bis 16 Uhr. Die Standorte würden noch bekannt gegeben, so die Mitteilung.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!