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    NIEDERWERRN

    Blitzer für Flitzer, Knöllchen für Falschparker

    Knöllchenalarm an der Wern: Der Gemeinderat Niederwerrn hat (bei vier Gegenstimmen) die Einführung einer Verkehrsüberwachung beschlossen. Zwei Anbieter haben sich bereits vorgestellt.

    Die „Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft“ hätte reine Kontrolleistungen (ohne Ahndung) übernommen, als weisungsgebundener Dienstleister der Gemeinde, bei etwas geringeren Preisen. Mitbewerber war der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern, mit Sitz in Töging am Inn, Kreis Altötting. Dieser erhielt den Zuschlag und wird nun „vollumfänglich“ die Verfolgung von Park- oder Geschwindigkeitssündern übernehmen, als „hoheitliche Aufgabe“, ohne Weisungsgebundenheit.

    150 Euro pro Stunde kostet die Überwachung des fließenden, 40 Euro eine Stunde Kontrolle des ruhenden Verkehrs; hinzu kommen jeweils zwei bis vier Euro pro „Vorgang“. Auch hier gab es vier Gegenstimmen, aus den Reihen der CSU.

    Die Gemeinde strebt eine Mitgliedschaft an. Beim Zweckverband sei alles in einer Hand, meinte Roland Fick für die Freien Wähler. Recht und Ordnung dürfe ein wenig Geld kosten, sagte Florian Negwer und erinnerte an Beschwerden in der Bürgerversammlung.

    Auch die SPD ist dafür, die CWVO hätte lediglich noch Einzelfragen klären wollen. Willi Gößmann erwartet seitens der CSU wenig Erfolg. Man habe im Ort keinen Durchgangsverkehr, assistierte Martin Pensel, eher „Schleicher“. Manch vermeintlicher Falschparker halte bei näherem Hinsehen die Abstände ein. Getroffen würde höchstens der Kunde beim Einkaufsmarkt, der seine Parkscheibe nicht richtig einstelle.

    Martin Pensel warnte vor „Abzocke“ und den Kosten. Diese über die Stundenzahl festzulegen obliege der Gemeinde, so Bürgermeisterin Bettina Bärmann, die unter Verweis auf die Beschwerden Handlungsbedarf sah: „Wie sollen wir es sonst in den Griff kriegen?“

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