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    STADTLAURINGEN

    Bürger haben Einwände gegen Umgehungsstraße

    Erneut hatte sich der Stadtlauringer Gemeinderat mit dem Aufzug am Rathaus zu befassen, nachdem die vorangegangene Sitzung „Anlass zu vertiefenden, informatorischen Gesprächen“ gegeben hatte, wie es Bürgermeister Friedel Heckenlauer formulierte.

    Für eine endgültige Beschlussfassung war deshalb Architekt Christoph Lamprecht erneut ins Rathaus gekommen, um die möglichen Varianten vorzustellen. Am Ende entschied sich der Gemeinderat mit 10:2 Stimmen dem Aufzug im oberen Bereich vor dem verglasten Aufzugsschacht eine Lamellenwand zu stellen. Diese gebe dem Projekt eine feinere Gliederung, erläuterte der Architekt. Zum Herbstmarkt werde die Baustelle entsprechend abgedeckt werden, versprach Lamprecht, um die Optik des Marktes nicht zu stören. Er rechnet zudem nicht damit, dass die Arbeiten zum Weihnachtsmarkt beendet sein werden. Mit der Stahlbaufirma und der Zimmerei müssen noch Gespräche über den Zeitplan geführt werden. Die Sanierung der Rathaus-Außenfassade soll hingegen zum Weihnachtsmarkt beendet sein.

    Nachdem das Planfeststellungsverfahren zum Bau einer Umgehungsstraße um Ballingshausen beendet ist, informierte Bürgermeister Friedel Heckenlauer den Gemeinderat über die Anzahl der eingegangenen Einwendungen. Zunächst stellte er fest, dass die Gemeinde lediglich Empfänger der Eingaben ist und nicht der Adressat. Mit den Inhalten müsse sich die Straßenbaubehörde oder die Regierung von Unterfranken beschäftigen. 47 Bürger haben sich demnach von einem Rechtsanwalt vertreten lassen und eine Sammeleingabe abgegeben. Ein weiteres Schreiben kam von einem anderen Rechtsanwalt, und drei Bürger, darunter eine Erbengemeinschaft, haben sich selbst mit Eingaben beteiligt.

    Bernd Haas zeigte sich verwundert, dass Bürger „hinter dem Rücken“ des Gemeinderates aktiv werden. Auf fünf extra zu diesem Thema einberufenen Bürgerversammlungen habe man sich die Wünsche und Meinungen der Bürger angehört um frühzeitig im Sinne der Bürger tätig werden zu können. Der Bürgermeister – und auch Ballingshausens Gemeinderat Oswald Schneider – sprachen von ganz legitimen Vorgängen, die kein Urteil über die Arbeit des Gemeinderates bedeuten.

    Es sei wichtig und richtig, dass die Bürger auch mit übergeordneten Behörden kommunizieren können, zumal es sich ohnehin nicht um ein Gemeindeprojekt, sondern um eine Staatsstraße handle. Auch auf die Inhalte der Eingaben wollte Heckenlauer deshalb nicht weiter eingehen, da der Gemeinderat nicht darüber zu urteilen habe.

    Bearbeitet von ner ner

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