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    Poppenhausen

    Bürger wollen eine Tempo-30-Zone in Hain

    Falsch abgestellte Fahrzeuge und Raser beschäftigen die Bewohner des Ortsteils Hain massiv. Bei der Bürgerversammlung im Sängerheim berichteten die Hainer immer wieder von Rasern und von Anwohnern und Gästen, die ihre Autos so abstellen, dass sich daraus Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer ergeben.

    "Bis zu 120", meinte einer der Wortführer, fahren die Raser, wenn sie durch Hain "brettern". Auch wenn die Geschwindigkeit sicherlich nicht ganz so hoch sein wird, im Grunde stimmten beinahe alle Bürger zu: Die Autos fahren zu schnell durchs Dorf, gefährden dadurch andere massiv. Auch das gedankenlose Parken von Anwohnern und Fremden gleichermaßen ärgert die Bevölkerung, die Einsicht in Kreuzungen sei so nicht gegeben, mit landwirtschaftlichen Geräten sind dann einfache Abbiegemanöver relativ schwierig.

    Bürgermeister Ludwig Nätscher stimmte dem Vorschlag von Gemeinderat Franz-Josef Sittler (Hain) zu, eine gemeinsame Verkehrsschau mit den zuständigen Stellen durchzuführen. Sittler wünscht sich eine Zone 30 für den Ort, Nätscher sieht die Chancen dafür als eher gering an.

    Ungerecht: Vermietungen an anderer Stelle möglich und geduldet

    Aufregung gab es auch um eine geplante Ferienwohnung. Eine Hainer Familie will die Einliegerwohnung ihres Hauses für Feriengäste und Monteure vermieten. Dies wurde in der letzten Gemeinderatssitzung besprochen. Am Ende stand ein – aus formalen Gründen ungültiges – Abstimmungsergebnis von acht zu sieben für die neue Nutzungsart. Der Bebauungsplan in diesem Bereich des Dorfes verbietet dort eine zeitweise Vermietung, wie sie für Feriengäste und Monteure notwendig ist. Als ungerecht bezeichneten Bürger den Vorgang, weil an anderer Stelle diese Vermietungen geduldet und möglich wären. Bürgermeister Ludwig Nätscher versuchte die Gemüter mit Verweis auf die Rechtslage zu beruhigen. Am Montag, 14. Oktober, steht der Antrag wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

    Als unansehnlich schilderten die Hainer die Situation an einigen Straßenstellen, wo Hausbesitzer "alles wuchern lassen". Gemeinderat Franz-Josef Sittler, Poppenhausens Geschäftsführer Thomas Hahn und Ludwig Nätscher verwiesen auf ein laufendes Verfahren in diesem Punkt und waren sich sicher, dass dieser "Schandfleck" beseitigt werde.

    Liste der Baumaßnahmen wird Stück für Stück abgearbeitet

    Bei allen anderen Themen verlief die Bürgerversammlung ruhig und harmonisch. Ludwig Nätscher stellte die wichtigsten Kennzahlen aus dem vergangenen Jahr vor und verwies auf die hohen Investitionen, die Poppenhausen demnächst tätigen müsse. Die Liste der großen Baumaßnahmen – von der Generalsanierung der Werntalhalle bis zu den Renovierungen an den Spielplätzen – ist lang und werde abgearbeitet. Nätscher erinnerte an das Gemeindeentwicklungskonzept, dass man zusammen mit vielen Bürgern aufgestellt hatte und dass er, der Gemeinderat und die Verwaltung nun "Stück für Stück" angehe. Am Ende bedankte sich Franz Josef Sittler bei den fleißigen Helfern mit Heidi Popp an der Spitze, die die Halle am Friedhof durch frische Farbe wieder auf Vordermann brachten.

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