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    Poppenhausen

    Bürgerversammlung: Senioren bemängeln leere Regale bei Netto

    Wenn der Seniorenbus die älteren Bewohner der sechs Dörfer morgens zum Discounter bringt, sind dort die Regale (noch) nicht gefüllt. Dies bemängelten viele Gäste bei der Bürgerversammlung für Senioren im Pfarrzentrum. Auch zu anderen Zeiten, so wurde erzählt, wären aktuelle Angebote nicht vollständig in die Verkaufsständer einsortiert. Über die Gründe gab es verschiedene Theorien. Bürgermeister Ludwig Nätscher versprach, dass die Verwaltung bei Netto nachhakt.

    Aktuelle Kennzahlen streifte Nätscher zu Beginn seines Referates. Die Gemeinde sei nach wie vor schuldenfrei und könne auch die vielen anstehenden Baumaßnahmen ohne Kredite in Angriff nehmen. Er zählte die Projekte auf – von der teuren Generalsanierung der Werntalhalle über die Arbeiten auf den Friedhöfen bis hin zu notwendigen Ausbesserungsarbeiten im Wegenetz. In den nächsten Jahren, so betonte er, müsse man erheblich mehr Geld für den Erhalt des Waldes einplanen.

    Die Gemeinde erlebe derzeit einen "Boom": 170 Anfragen liegen im Rathaus für die 39 Bauplätze in der Sandleite vor. Dort sind die ersten Arbeiten bereits im Gange. Und für das gemeinsame Gewerbegebiet mit Oerlenbach interessieren sich auch immer häufiger größere Firmen, berichtete Ludwig Nätscher.

    Acht Hektar durch Innenentwicklung "gespart"

    Aus der Bilanz des gemeindlichen Haushalts hob Nätscher die Investitionen für Kinder- und Schuleinrichtungen hervor. So stehen für die laufenden Kosten der Kindergärten mehr als 1,4 Millionen Euro in den Büchern, für die Schule rund 900 000 Euro. Die Fördermittel für den Glasfaseranschluss der Schule decken zusammen mit dem notwendigen Eigenanteil die Kosten, für die "Hardware" in der Schule – große Bildschirme und Laptops – gibt Poppenhausen zusätzlich rund 100 000 Euro aus.

    Fast acht Hektar an Fläche hat die Gemeinde durch Baumaßnahmen im Bereich der Innenentwicklung "eingespart". Die Allianz Oberes Werntal, der außer Poppenhausen neun weitere Kommunen angehören, gilt bayernweit als Vorreiter für die sinnvolle Verwendung von Leerständen. Die Statistik weist für das Allianzgebiet eine "Flächenrettung" von rund 50 Hektar aus.

    Treffpunkt für Kinder und Senioren

    Alle Spielplätze der Gemeinden werden Stück für Stück erneuert. Ludwig Nätscher erinnerte unter anderem an die Einweihung der neuen Plätze in Kützberg und im Baugebiet Berglein III. Der letzte Spielplatz soll in unmittelbarer Nähe zum Seniorenwohnheim Dornröschen entstehen. Nätscher wünscht sich dort einen Treffpunkt für die Kleinen und für Senioren.

    Auf die harmonische Versammlung hatte sich Nätscher sichtbar gefreut. Als Abwechslung zum Stress im Rathaus bezeichnete der Bürgermeister das alljährliche Treffen mit den älteren Bürgern aus allen Gemeindeteilen. Nach seinem Vortrag bedankten sich die Senioren mit einem kleinen Präsent. Rund acht Minuten stimmungsvolle Bilder über alle Ortsteile hatte Nätscher zum Abschluss mitgebracht. Der Drohnenflug über die Dächer der Gemeinde gefiel den Senioren im voll besetzten Pfarrheim.

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