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    Hergolshausen

    Bürgerversammlung: Vom Friedhof bis zur alten Schule

    Nach über zwei Stunden Bürgerversammlung, in denen das Thema Kläranlage im Mittelpunkt stand (wir berichteten), brachten die Hergolshäuser Bürger noch viel Kritik und Anregungen zu anderen Themen vor. Georg Popp sprach den Zustand beim Feuerwehrhaus an, wo sich nach dem Abriss des Gemeindehauses nichts tue. Kritik an den "umgesensten" Saalweiden am Radweg äußerte Paul Schmitt. Wie bereits in der Bürgerversammlung in Waigolshausen erklärte Pfister, warum der Graben für Hochwasserfälle frei gehalten werden muss. Heinrich Keller bekam vom Bürgermeister die Zusicherung, dass die großen Bäume am Sportplatz bei der nächsten Schneidaktion mitgemacht würden.

    Im Friedhof tut sich nichts, befand Leander Seuffert. Eine Lösung zu finden sei nicht einfach, sagte Pfister. Allerdings gibt es auch noch keine Planungen, bekamen Walter Hußmann und Hiltrud Pfeuffer als Antwort auf ihre Nachfragen zu Baumbestattungen. Die waren bereits im Vorjahr als Wunsch vorgebracht worden. Im Rahmen des Projekts Blühstreifen der Allianz Oberes Werntal wird am Radweg etwas umgesetzt, sagte Pfister. Als Anregung aufgenommen wird Seufferts Wunsch nach kostenloses Saatgut für Privatleute, wie es andere Gemeinden bereits praktizieren.

    Kritik an Getränkepreisen im Freizeitzentrum 

    Bei Veranstaltungen im Freizeitzentrum müssen Vereine die Getränke zu Fixpreisen von der Gemeinde abnehmen. Als viel zu hoch hatte die der Musikverein Hergolshausen kritisiert, hatte im Gemeinderat damit aber kein Gehör gefunden. Kritik äußerte Jürgen Petz jetzt an der Begründung der Gemeindevertreter. Die hatten einstimmig am bestehenden Konzept festgehalten, weil es am gerechtesten sei. Bei einer relativ niedrigen Grundmiete für alle Vereine, müssten umsatzstarke Events einen größeren Obolus beitragen.

    Alle Nebenkosten eingerechnet, belaufe sich die Gesamtmiete auf 2300 Euro, rechnete Petz vor, was "gar nicht so billig" sei. Hinzu kämen pro Veranstaltungen der Hergolshäuser Musikanten über 2000 Euro, die die Gemeinde über die Getränke als Gewinn einstreichen könne. Damit bringe der Verein mit seinen Veranstaltungen der defizitären Halle, die hauptsächlich für Sport genutzt wird, die meisten Einnahmen. Das müsste die Bevölkerung auch mal wissen, meinte Petz.

    Wunsch nach Tempo-30-Zone

    Die Einrichtung einer 30er-Zone im Bereich Kirche, Kindergarten und Friedhof wünschte Ursula Keller. Das ginge "ganz unbürokratisch", meinte sie. Auf eine vorherige Ortseinsicht mit der Polizei will der Bürgermeister aber nicht verzichten. Eine Mittagsbetreuung gäbe es im Falle einer Schulsprengeländerung auch in der Grundschule Schleerieth, erfuhr Keller auf Nachfrage. Beruhigen konnte Pfister, dass das Mobilitätskonzept des Landkreises keine Auswirkungen auf die Schulbusverbindungen hat. Diese bleiben wie bisher bestehen.

    In Sachen alte Schule müsse die Gemeinde "mal in die Gänge kommen", sprach Hermann Stein für den Arbeitskreis Dorferneuerung. Für die Sanierung des vielfältig genutzten Gebäudes gäbe es derzeit ein sehr gutes Förderprogramm über das Amt für ländliche Entwicklung (AfLE), wozu die Gemeinde aber mit einer Planung in Vorleistung treten müsse. Laut Bürgermeister käme dazu ein AfLE-Verteter demnächst in den Gemeinderat. Außerdem wünschte sich Stein von den Gemeinderäten mehr Interesse an den Treffen des Arbeitskreises. 

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