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    Gerolzhofen

    Burn-out-Prävention und Psychohygiene am Arbeitsplatz

    Vertreter von verschiedenen Unternehmen fanden sich zusammen in der Klinik am Steigerwald beim "runden Tisch" des Unternehmensnetzwerkes Inklusion. Foto: Michael Brehm

    Das Großthema Inklusion bedeutet nicht nur die Integration von Menschen mit Behinderungen in normale Arbeitsverhältnisse, heißt es in einer Pressemitteilung. Es geht um alle Personen oder Personengruppen, die aus vielfältigsten Gründen aus den normalen Arbeitsverhältnissen herausfallen oder herauszufallen drohen.

    Weiter heißt es in der Mitteilung: Das Unternehmensnetzwerk berät und unterstützt Unternehmen bei allen Inklusionsvorgängen und setzt dabei auch gezielt auf den Austausch der Unternehmen untereinander. Gute Erfahrungen in einzelnen Unternehmen werden verfügbar gemacht für andere Unternehmen mit ähnlichen Problemen.

    Regelmäßig trifft sich das Netzwerk zu einem runden Tisch in verschiedenen Unternehmen. In diesem Sinn hatte das Unternehmensnetzwerk Inklusion bayerische Unternehmen in die Klinik am Steigerwald eingeladen, um sich über das Thema Burn-out-Prävention und Psychohygiene am Arbeitsplatz auszutauschen.

    Nach der Begrüßung durch die Vertreter des Unternehmensnetzwerks, Diyap Yesil und Marlene Rost, hielt Paul Schmincke, Oberarzt der Klinik, das Eingangsreferat. Dabei beschrieb er am psychosomatischen Modell der Chinesischen Medizin die unterschiedlichen Formen der Burn-out-Gefährdung und die sich aus der chinesischen Medizin ergebenen Hilfen.

    Sibylle Hahner, Verwaltungsleiterin des Hauses, stellte das Präventionskonzept der Klinik am Steigerwald vor: Supervisionen für die therapeutischen Abteilungen, flexible Arbeitszeiten und ein System gegenseitiger Aufmerksamkeit helfen Warnsignale, frühzeitig zu erkennen. Weitere Angebote zur Abwendung einer Krankheit sind unter anderem: "Mitarbeiter Qi Gong", therapeutische und ärztliche Behandlungen.

    Burn-out und Psychohygiene am Arbeitsplatz, das war auch für die Teilnehmer ein Top-Thema. Denn jedes Jahr gehen den Betrieben bewährte Mitarbeiter verloren, weil die Abwärtsspirale in den Burn-out von Betroffenen und Verantwortlichen zu spät erkannt wird. Die Betroffenen empfinden ihren Burn-out meist als persönliches Versagen, dies wird als berufliche und persönliche Katastrophe erlebt. Der Weg aus dem Burn-out zurück ist aufwendig für Betroffene und Führungskräfte in den Unternehmen.

    Vor der Pause kamen die Teilnehmer in den Genuss einer kleinen Qi Gong-Einheit von Thomas Hansen, einem Körpertherapeuten der Klinik.

    Im Anschluss wurden einzelne Aspekte des Themas in offener Gesprächsrunde ausgetauscht. Bei der folgenden Klinik-Führung durch Bettina Meinnert wurden die Ausführungen von Paul Schmincke über die Möglichkeiten der Burn-out-Prävention-  und Behandlung mit chinesischer Medizin vertieft.

    Die Idee solcher Treffen ist auch, dass sich hilfreiche Kontakte und ein informeller Austausch sowohl zwischen den verschiedenen Unternehmen als auch zwischen den verantwortlichen Vertretern herausbilden, in den Pausen, aber auch auf den anschließenden Betriebsführungen. Bei einem vegetarischen Mittagessen endete das Treffen schließlich mit intensiven Gesprächen.

    Die Aktivitäten des Netzwerks werden finanziert vom Bundesarbeitsministerium.

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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