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    Oberwerrn

    CSU-Ortsverband Oberwerrn besteht seit 60 Jahren

    In der Festscheune wurden 60 Jahre CSU Oberwerrn und 25 Jahre Mitgliedschaft des Ortsvorsitzenden gewürdigt (von links): CSU-Landratskandidat Lothar Zachmann, Jubilar Norbert Hart sowie CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Foto: Uwe Eichler

    Manchmal geht es schnell, in der Geschichte: "Die Mauer steht noch 100 Jahre", hatte Erich Honecker prophezeit, zu Beginn des Wendejahres 1989. Süffisant hat CSU-Ehrenvorsitzender Hans Mock die Zeitungsschlagzeile beigefügt, in einer kleinen Ausstellung, 60 Jahre nach Gründung des christsozialen Ortsverbands. Mock, der bei den "Politischen Ascherdonnerstagen", den "Tagen danach", die großen Namen der Union an die Wern geholt hat, ist besonders stolz auf ein Landeswappen, mit Original-Poststempel vom "Tag der Einheit" 1990 und den Unterschriften (unter anderem) von Helmut Kohl, Max Streibl, Michael Glos, Theo Waigel, Edmund Stoiber, Horst Seehofer oder Markus Söder.

    Es war nicht nur CSU-Prominenz, die sich zur Feierstunde in der Festscheune traf, die mit Musik von Ansgar Mauder ausklang. Seit 2008 steht Norbert Hart, CWVO-Fraktionsschef und Vizebürgermeister, an der Spitze des Ortsverbands. Hart verwies auf monatliche Stammtische, auf die Schlachtschüssel im Oktober, auf 40 Mehrtagesfahrten mit Vorgänger Hans Mock, und 38 Politische Ascherdonnerstage: "Dein Baby, Hans". Seinen Stellvertreter Michael Theiss begrüßte der 2019 wiedergewählte Ortsvorsitzende als designierten Nachfolger.

    Festredner Gerhard Eck fand gewohnt launige Worte. "Die Bürgermeisterin gehört nicht zu unseren politischen Gruppierung", stellte der Bezirkschef und Staatssekretär fest: "es kann aber noch werden." Parteiinternen Dank gab es für Hans Mock und Norbert Hart, der für 25 Jahre Mitgliedschaft die Ehrenurkunde erhielt. Zu den Veteranen im Saal durfte Eck auch Altbürgermeister Peter Heusinger zählen, Bezirkstagsvizepräsident a. D.. Miteinander reden, statt mailen und twittern, Stammtische hochhalten, statt in sozialen Medien "herumzuätzen": Eck würdigte die Parteikultur in Oberwerrn, ebenso die seit 1982 hochkarätig besuchten Ascherdonnerstage. Angesichts von 1,5 Billionen Euro, die der "Kommunismus in der DDR" gekostet habe, könne man stolz sein auf das Erreichte in Bayern. Die CSU sei heute politischer Meinungsmacher auch in Berlin: "Wir sind nicht gegen Asyl, sondern für glasklare Regeln." Auch beim Thema Klima brauche es klare Entscheidungen, statt Nichtsstun und Nörgelei.

    Lothar Zachmann erinnerte, ein wenig augenzwinkernd, daran, dass seine Kandidatur fürs Landratsamt in Oberwerrn bekannt gegeben worden ist – und ein anderer Ehrengast, Angela Merkel, später den Sprung ins Kanzleramt geschafft habe. Große Fußstapfen seien für ihn Ansporn. Sein Rat an den Ortsverband: "Stell dich auf einen neuen Lebensabschnitt ein." Die politische Großwetterlage habe sich geändert. Vermitteln, zuhören, Themen wieder auf die Mitte konzentrieren: das sei die Aufgabe für Union und CSU. Soziale Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität, Nachhaltigkeit, eine christlich-abendländische Wertekultur: dafür müsse man eintreten.

    "Kommunalpolitik ist Sachpolitik": Bürgermeisterin Bettina Bärmann würdigte die "bodenständige, gute Arbeit" der Menschen vor Ort und freute sich über ein prominent gefülltes "Goldenes Buch" der Gemeinde, dank der "Tage danach". Die Freie Wählerin ließ Bereitschaft zur Kooperation im Gemeinderat erkennen: "Weiterhin Alles Gute für die CWVO".

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