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    Schweinfurt

    Celtis-Schüler leben den Spirit des Jazz

    Junge Nachwuchsjazzer begeisterten das Publikum beim Konzert "Jazz am Celtis". Foto: Michael Styppa

    W ieder einmal stellten die jungen Jazzmusiker des Schweinfurter Celtis-Gymnasiums beim jährlichen Konzert JAC (Jazz am Celtis) unter Beweis, dass nicht nur die ehemaligen Schulabsolventen, die nun eine musikalische Karriere als Jazzinstrumentalisten verfolgen und regelmäßig am JAC teilnehmen, sondern auch sie als junge Nachwuchsjazzer das Publikum begeistern können.

    Eröffnet wurde der Konzertabend von Tamay Cat am Solo-Piano, der den Standard „Moanin'“ von Bobby Timmons in einer flotten, groovigen Art und Weise zum Besten gab und mit seinem energischen Solo für großen Beifall sorgte, heißt es in einer Pressemitteilung. Ebenfalls am Solo-Piano kündigte Gregor Weidinger das Stück „Armando's Rhumba“ von Chick Corea und eine Eigenbearbeitung der Spielemusik „Megalovania“ von Toby Fox an. Beim ersterem reduzierte er seinen Eingriff auf das Wesentliche und arbeitete das Thema in der Originalversion aus. Das zweite Stück präsentierte er im Gewand des Jazz-Rock. Mit am Blues orientierten Melodielinien und treibenden, rhythmischen Elementen im Bass wies es in eine interessante, moderne Richtung, wie man sie im Modern Jazz findet.

    Stilistisch in der Gegenwart angekommen, begeisterten Michelle Haberkorn (Gesang) und Linus Müller (Klavier) das Publikum mit dem weltbekannten Stück „Back to black“ aus dem gleichnamigen Album von Amy Winehouse und schufen eine gelungene Mischung aus Pop-Arrangement und jazziger Seele.

    Eine Stimme voller Sehnsucht

    Das sollte im folgenden und letzten Beitrag der Zusatzfachklasse Jazz-Piano unter der Leitung von Waldemar Oberst stilistisch fortgesponnen werden von Sängerin und Pianistin Gabrielle Sibucao. Sie kündigte ihre Eigenkomposition „Fly away“ an. Was mit lange liegenden Jazz-Pop-Harmonien und einer Stimme voller Sehnsucht nach der eigenen Zukunft begann, mündete in eine Komposition, die so selbstbewusst und packend war, dass sie durchaus im Jazzradio damals wie heute laufen könnte.

    Den Abschluss des Abends gestaltete eine frisch gebackene Jazzformation der Zusatzfachklasse Jazz-Combo unter der Leitung von Maximilian Ludwig mit den Stücken „Caravan“ von Duke Ellington und „Havana“, bei dem einige bekannte Songwriter und Interpreten wie Pharrell Williams und Camila Cabello federführend, aber nicht alleinige Komponisten waren.

    Der erst kürzlich zusammengestellten Band mit den Mitgliedern Denis Khraban (Alt Sax), Anton Weißenberger (Tenor Sax), Felix Fähr (Gitarre), Claudio Göpfert (Gitarre), Maximilian Friedrich (Gitarre), Maximilian Lukat (Klavier), Nils Sasse (Bass), Dario Sommer (Percussion) und Linus Schneider (Schlagzeug) war es nicht anzumerken, dass sie erst so kurz zusammenspielt. Im Gegenteil. Durch achtsames Hören, gegenseitiges Unterstützen bei den Soli und gleichzeitig Raum geben für Klang und Vielfalt der Instrumente bewies diese Formation nicht nur Klasse, sondern auch, dass junge Musiker den Spirit des Jazz verstanden haben und leben.

    Bearbeitet von Michael Mahr

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