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    Schweinfurt

    Coronavirus und das Verbot: Veranstalter sind verunsichert

    Bisher war es eine Empfehlung, nun will der Freistaat Veranstaltungen über 1000 Besucher verbieten. Messen, Märkte, Spiele: Was sicher war, steht jetzt wieder zur Diskussion.
    Viele Menschen in der Stadt - so stellt man sich einen verkaufsoffenen Sonntag vor. Doch wird es den am 29. März in Schweinfurt geben?
    Viele Menschen in der Stadt - so stellt man sich einen verkaufsoffenen Sonntag vor. Doch wird es den am 29. März in Schweinfurt geben? Foto: Martina Müller

    Der Kabinettsbeschluss ist noch nicht einmal raus, da beschäftigt das Thema schon die Region: Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern sollen - vorerst bis Karfreitag - im Freistaat verboten werden. Für viele Veranstalter in Stadt und Landkreis Schweinfurt beginnt nun das große Bangen – einiges, was bisher durchführbar schien, steht jetzt in der Schwebe. Angefangen bei der Messe Auto-Freizeit-Sport über den Fischmarkt bis hin zum verkaufsoffenen Sonntag oder auch dem Spiel des FC 05 am 14. März. Was gestern galt, ist nun, mit dem Verbot, mehr als fraglich. Viele Veranstalter sind verunsichert, die meisten warten auf eine Nachricht – entweder von der Stadt oder auch aus dem Gesundheitsamt.

    Völlig in in der Schwebe befindet sich nicht nur der Fischmarkt, den die Interessengemeinschaft Schweinfurter Jahrmärkte und Volksfeste veranstaltet, sondern auch der verkaufsoffene Sonntag. Für letzteres ist die Werbegemeinschaft "Schweinfurt erleben" mit Werner Christoffel verantwortlich. Und auch hier ist die Verunsicherung groß. Man sei in ständigem Kontakt mit den Behörden, sagt Christoffel. Dass sich die Situation verschärfen wird und die geplante Aktion kippt, hält er schon jetzt für durchaus denkbar. Auch wenn noch nichts entschieden sei.

    Fußballspiel des FC 05 findet statt

    Und das Spiel des FC 05 am kommenden Samstag? Wie der Verein am Dienstag mitteilte, wird das Spiel am 14. März im Willy-Sachs-Stadion stattfinden. Das Gesundheitsamt Schweinfurt habe die Erlaubnis erteilt, die Partie mit Zuschauern stattfinden zu lassen. Auch, weil es in Schweinfurt am Dienstag (Stand 17 Uhr) noch keine Fälle von Corona-Infizierungen gebe.

    Damit die maximale Anzahl von 1000 Besuchern bei dem Spiel nicht überschritten wird, werde man 900 Karten zum Verkauf anbieten. Dadurch könne im Stadion auch der empfohlene Abstand von zwei Metern zu anderen Personen gewährleistet werden. Der Verein muss in Absprache mit der Stadt Schweinfurt dafür sorgen, dass ausreichend Hygienemittel auf den Toiletten vorhanden sind. Zudem ist bei den Einlasskontrollen darauf zu achten, dass "Personen mit akuten Erkältungssymptomen von der Partie ausgeschlossen werden", heißt es weiter. Die Zuschauer werde man darauf hinweisen, vor und nach dem Spiel auf ein "Handshake" mit Spielern zu verzichten.

    Die wohl größte Veranstaltung, die noch auf dem Plan steht, ist die Auto-Freizeit-Sport, die für den 28./29. März geplant ist. Auch deren Organisatoren hängen in der Luft. Eine Entscheidung gibt es noch nicht.

    Patienteninfoabende und Elternsprechtage werden gestrichen

    Absagen gibt es schon jetzt für geplante Veranstaltungen in anderen Bereichen, auch kleinere. So sagt das Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt Patienteninformationsveranstaltungen bis auf weiteres ab und bittet Besucher um die "Einhaltung erweiterter Vorsichtsmaßnahmen". 

    Auch der Studieninfotag der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) am 11. März in Schweinfurt fällt wegen des Coronavirus aus. Einen Ersatztermin werde es nicht geben, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Indes wurde bekannt, dass der Start für das Sommersemester an der FHWS auf den 20. April verlegt wurde. 

    Verlegt werden soll auch der Termin für die Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder der 4. und 5. Jahrgangsstufe am Celtis-Gymnasium Schweinfurt – und zwar auf den 25. April. Ebenfalls abgesagt wurde der Eltern- und Ausbildersprechtag der Dr.-Georg-Schäfer-Schule, der für den 11. März geplant war.

    Ausreisebstimmungen in Israel wirken sich aufs Theater aus

    Am Theater der Stadt Schweinfurt musste man Ersatz finden für das Gastspiel der Kibbutz Contemporary Dance Company, das wegen der vom israelischen Staat auferlegten Aus- und Einreisebestimmungen ausfällt. Nun wurde für den 19. und 20. März die ZfinMalta National Dance Company verpflichtet. Alle Karten bleiben gültig, so die Theaterleitung.

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