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    Sömmersdorf

    Damit Weihnachten ein Fest der Freude wird

    Die Sömmersdorfer Rumänienhilfe schickt hunderte Weihnachtspäckchen auf die Reise ins Balkanland. Die Erwartungen der Initiatoren wurden noch mehr übertroffen als sonst.
    Unter den Spendern waren auch die Grundschüler aus Schwanfeld, die ihre Päckchen direkt ins Lager der Rumänienhilfe Karl in Dettelbach brachten.
    Unter den Spendern waren auch die Grundschüler aus Schwanfeld, die ihre Päckchen direkt ins Lager der Rumänienhilfe Karl in Dettelbach brachten. Foto: Helga Jurisch

    Viele hundert hübsch verpackte Weihnachtspäckchen schickt die Sömmersdorfer Rumänienhilfe in dieser Adventszeit auf die Reise in das Balkanland. Zahlreiche Spender aus dem Landkreis Schweinfurt sorgen damit dafür, dass das Weihnachtsfest bei bedürftigen Kindern, Senioren und Familien auch ein Freudenfest wird.

    Im 25. Jahr der Rumänienhilfe im Passionsspielort und im 18. Jahr der weihnachtlichen Geschenkeaktion haben treue und neue Unterstützer in Sömmersdorf bei Elisabeth Seemann und in Schraudenbach bei der befreundeten Familie Wetterich ihre Päckchen abgeliefert. "Zwei kleine Lkw haben wir hier vollgeladen. In Schraudenbach wurde ein Transporter gefüllt", erzählt Joachim Seemann, Sohn von Elisabeth Seemann, die aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht dabei sein konnte. "Unsere Scheune, die Werkstatt und der Wintergarten waren voll." Schätzungsweise 700 Päckchen wurden gebracht. Dazu kamen ungezählte Stofftiere und weitere Spielsachen, die vor allem vom Pfarrer von Arad im Banat, Arpad Kiraly, verteilt werden.

    Kindergärten, Schulen, Ministranten oder Privatleute: viele machten mit

    Kindergärten wie in Sömmersdorf oder Forst, Schulen wie in Poppenhausen oder Geldersheim, Ministranten wie in Euerbach, dazu Pfarrgemeinden und viele Privatleute oder Organisationen spendeten Weihnachtsgeschenke, darunter auch viele große Familienpakete. Etliche Spender aus dem Landkreis Schweinfurt, beispielsweise die Grundschule Schwanfeld, brachten die Päckchen direkt nach Dettelbach ins Lager der Rumänienhilfe Karl, mit dem die Sömmersdorfer zusammenarbeiten. Dort wurden die Geschenke gleich in einen großen Lastzug verladen, wie er durchschnittlich alle elf Tage auf die Reise nach Rumänien geht.

    "Viel mehr als im vergangenen Jahr sind heuer zusammengekommen", gibt Elisabeth Seemann die aktuelle Einschätzung von Elmar Karl wider. Waren im letzten Jahr 20?000 Päckchen transportiert worden, dürften es diesmal 22?000 bis 25?000 werden. Außerdem sind viele neue aktive Helfer zum Verladen und Sortieren hinzugekommen.

    Die 78-jährige Sömmersdorferin, die mit ihrem Mann Robert Seemann, dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Fränkischen Passionsspiele, 1993 die Hilfsaktion in Sömmersdorf gründete, hält nach wie vor direkten Kontakt nach Rumänien: zum Partner Caritas in der Diözese Alba Julia, nach Satu Mare an der ukrainischen Grenze und dem Zentrallager der Agro-Caritas in Gheorgheni in den Ostkarpaten. Auch andere Initiativen erhalten Unterstützung aus Unterfranken.

    Von Geldspenden kann ein Altenheim seine Heizkosten bezahlen

    So wie Csaba Fiko, ehemaliger Leiter der Stiftung "Handicap". Er hatte Elisabeth Seemann kurz vor deren Krankenhausaufenthalt und dem Start der Weihnachtsaktion in Sömmersdorf besucht und vom Fortschritt des Baues eines neuen Behindertenzentrums mit Werkstätten, Therapieräumen und einigen Wohnungen berichtet.

    Unterstützung wird von der Rumänienhilfe auch mit Geldspenden geleistet. "Von den Spenden am Dekanatsseniorentag während unserer Passionsspiele konnte ich 500 Euro an das Altenheim Sankt Elisabeth in Gheorgheni überweisen", erzählt Elisabeth Seemann. Einen Dankesbrief hat sie bereits von Laszlo Kastal, dem Caritasvertreter in Gheorgheni erhalten, der vom gespendeten Geld jetzt einige Heizkosten von Einrichtungen bestreiten kann.

    Dass die Weihnachtspäckchen rechtzeitig vor dem Fest an ihren Bestimmungsorten ankommen, ist sicher, beteuert Elisabeth Seemann. "Wenn jetzt noch ein paar Nachzügler bei uns ankommen, werden sie gleich nach Dettelbach gebracht." Damit sie mit dem nächsten Laster für Festtagsfreude in Rumänien sorgen können.

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