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    Schwebheim

    Damit das Dorf noch schöner wird

    Nachdem viele wichtige Großprojekte rund um Kindergarten, Schule, Hort und Bücherei abgeschlossen sind, könne der Blick zukünftig neben dem Feuerwehrhaus-Neubau nach und nach auch auf verschiedene städtebauliche Gestaltungsmöglichkeiten gerichtet werden, meinte Bürgermeister Volker Karb. So könne man sich in Bezug auf Bürgerhaus und Rathaus Umgestaltungsmöglichkeiten überlegen, oder schauen, was aus dem alten Feuerwehrhaus und dem Schlosspark werden soll.

    Obwohl die konkreteren Planungen und die Umsetzung einer solchen Maßnahme sicherlich schon in den Händen des neuen Gemeinderats liegen werden, lud Karb Bauoberrat Alexander Zeller von der Regierung von Unterfranken ein, der einen Überblick über die konzeptionellen und förderrechtlichen Grundlagen einer Städtebauförderung gab.

    Er zeigte anhand vieler Beispiele auch anschaulich auf, was städtebauliche Maßnahmen bewirken können. Obwohl die Maßnahme immer den gesamten Ort im Blick habe, müsse ein Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Der Schwerpunkt liege auf der Stärkung der Ortsmitten und einer Weiterentwicklung von Ortsteilen mit besonderem sozialem, ökonomischem und ökologischem Entwicklungsbedarf. Es gehe darum, nachhaltige städtebauliche Strukturen zu fördern wie beispielsweise die Wohnraumversorgung, Wirtschaft und Beschäftigung, Ökologie, Denkmalpflege, Kultur und Kunst oder  Bildung und Soziales.

    Wichtig war Karb, auch die Fördermöglichkeiten für private Grundstückseigentümer und Bauherren kennenzulernen, von denen diese in definierten Sanierungsgebieten profitieren könnten. Ein Privatmann könne im günstigsten Fall bis zu 30 Prozent seiner Baukosten gefördert bekommen, erklärte Zeller.

    Auf Nachfrage von Thorsten Grimm, erklärte der Bauoberrat, dass die Städtebauförderung erst da einspringe, wo es keine anderen Fördermöglichkeiten gebe, bzw. den Restbetrag, der nicht gefördert werde, bezuschusst. Mario Söllner warf ein, dass man der Ehrlichkeit halber auch erwähnen müsse, dass die Zuschüsse die jemand bekäme, versteuert werden müssten. Lothar Schwarz wollte wissen, was man mache, wenn sich ein Privatmann eine Sanierung nicht leisten könne. Es könne niemand gezwungen werden zu sanieren, erklärte Zeller. Britta Ritter schließlich fragte nach, wie Vereine behandelt werden. Vereine und Kirchen hätten dieselben Fördermöglichkeiten wie Privatpersonen, informierte Zeller.

    In diesem Jahr wird kein Antrag mehr auf Städtebauförderung gestellt, darin war sich der Rat einig, sehr wohl aber wolle man das Verfahren im Blick behalten und angehen, vor allem wenn es um die Gestaltung des Schlossparks, des alten Feuerwehrhauses geht und um die barrierefreie Umgestaltung von Rat- und Bürgerhaus.

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