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    Gerolzhofen

    Damit die Gerolzhöfer Altstadt so attraktiv bleibt

    Besonders Gäste und Touristen loben die schöne Altstadt von Gerolzhofen mit der zumeist sehr gepflegten historischen Bausubstanz. Die Einheimischen hingegen sind da schon etwas betriebsblind geworden. Die Stadt unterstützt mit Förderprogrammen weiterhin privates Engagement zur Aufwertung der Altstadt. Foto: Klaus Vogt

    Die Stadt Gerolzhofen bemüht sich, das Schaffen von Wohnraum in der Altstadt mit mehreren Förderprogrammen auch finanziell attraktiv zu machen. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Hunderttausend Euro an Fördergeldern ausbezahlt. Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann gab in der jüngsten Stadtratssitzung einen Überblick über die Fördermöglichkeiten des innerstädtischen Wohnungsbaus, die auf drei Säulen stehen. Und sie präsentierte die ausbezahlten Summen. 

    Für den Bau oder Kauf eines Wohnhauses oder einer Wohnung im Bestand innerhalb des Gebiets „Soziale Stadt“ (das ist im wesentlichen die Altstadt) gewährt die Stadt Gerolzhofen gemäß ihrer zuletzt 2016 überarbeiteten Richtlinien einen pauschalen Zuschuss in Höhe von einmalig 5000 Euro. Der Zuschuss wird auch für den Neubau eines Wohngebäudes gewährt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Zuschussempfänger dann mindestens zehn Jahre auch selbst in dem Haus oder in der Wohnung lebt, sonst muss das Geld zurückgezahlt werden. Dies gilt sowohl für Neubauten wie schon bestehende Gebäude.

    Weitere Förderung bei Kindern 

    Wer minderjährige Kinder hat, kann in den Genuss einer weiteren Förderung kommen: Für den erstmaligen Bau oder Kauf eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung innerhalb des Gebiets des Programms „Soziale Stadt“  gibt es zusätzlich zu der Grundförderung von 5000 Euro noch einen einmaligen "Kinder-Zuschlag" von weiteren 5000 Euro pro minderjährigem Kind. Ein Rechtsanspruch auf die Zuschussgewährung, die eine freiwillige Leistung der Stadt Gerolzhofen ist, besteht allerdings nicht. Für den Erwerb einer gebrauchten Immobilie gibt es keinen "Kinder-Zuschlag". 

    Für diese beiden Förderstränge wurden im Jahr 2016 zwölf Anträge gestellt, bilanzierte Stadtbaumeisterin Hoffmann. Ausbezahlt wurden damals 89 000 Euro. Im Jahr 2017 wurden bei zwei Anträgen 25 000 Euro gewährt, 2018 waren es für ebenfalls zwei Anträge 20 000 Euro. Im aktuellen Jahr 2019 wurden bisher vier Anträge gestellt und 57 400 Euro schon ausbezahlt.

    Zahlreiche Anwesen in der Gerolzhöfer Altstadt wurden in den vergangenen Jahren optisch auf Vordermann gebracht. Foto: Klaus Vogt

    Im Geltungsbereich von "Soziale Stadt" gibt es außerdem noch die Fördermöglichkeit für private Baumaßnahmen aus dem "Bund-Länder-Städtebauförderprogramm II". Ziel und Zweck dieser Förderung, deren Förderperiode vom 1. Januar 2015 noch bis zum Jahresende 2019 läuft, ist der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung des typischen Stadtbilds von Gerolzhofen und die Unterstützung der städtebaulichen Entwicklung der Altstadt mit einer Verbesserung der Wohnqualität. Das Programm soll als Anreiz für private Haus- und Grundstückseigentümer dienen, im Sinne einer stadtgerechten Entwicklung tätig zu werden.

    Gerolzhofen besticht mit dem Flair einer mittelalterlichen Altstadt. Foto: Klaus Vogt

    Wer auf Grundlage des städtischen Gestaltungsleitfadens in der Altstadt baut oder umbaut, der kann einen Zuschuss von maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Die Fördersumme ist allerdings gedeckelt auf maximal 15 000 Euro pro Grundstück in einem Zeitraum von zehn Jahren. Finanziert wird der Zuschuss von der Stadt Gerolzhofen (40 Prozent) und der Regierung von Unterfranken (60 Prozent).

    31 Anträge gestellt

    Seit 2015 wurden aus diesem Topf bisher Zuschüsse in Höhe von 258 746,39 Euro gewährt, ausbezahlt sind bislang aber erst 181 316,36 Euro. Der Rest wurde von den Bauherren noch nicht abgerufen. Seit Beginn der Förderperiode wurden insgesamt 31 Anträge gestellt, im wesentlichen für Dach-, Fenster- und Fassadensanierungen. 

    Im Moment, so Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann, laufen Verhandlungen mit der Regierung von Unterfranken, um auch weiterhin in den Genuss der Förderung von privaten Baumaßnahmen im innerstädtischen Bereich über das Städtebau-Förderprogramm zu kommen.

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