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    WIEBELSBERG

    Das Knattern der Traktoren

    Die Ausfahrt bot auch in diesem Jahr wieder den Abschluss für eine rundum gelungene Veranstaltung.

    Wenn in Wiebelsberg am Sonntagvormittag aus allen Himmelsrichtungen das Knattern von Traktoren zu hören ist, dann haben die „Schlepperfreunde Altlandkreis Geo“ wieder zu ihrem inzwischen schon traditionellen Oldtimer-Traktorentreffen eingeladen. Und so war es auch am vergangenen Wochenende bei der Jubiläumsveranstaltung, als zahlreiche Liebhaber alter Landmaschinen mit ihren Schmuckstücken nach Wiebelsberg einfuhren.

    Am Ende waren es 135 Fahrzeuge, die auf dem Gelände rund um das Sportheim zu bestaunen waren. Eine Vielfalt an Traktormarken parkten in langen Reihen und boten eine imposanten Eindruck. Seite an Seite standen Modelle aus den Jahren 1935 bis 1972, die Gängigsten waren Eicher, Fendt und Hanomag. Aber auch die Marken Porsche, Fahr, Deutz, Massey Ferguson, McCormick, Güldner, Holder Lanz und MAN waren vertreten.

    Hürlimann mit Stationärmotor

    Ein Hürlimann mit Stationärmotor und Kreissäge ließ die Augen der Kenner aufleuchten, und auch das Vorglühen eines Lanz-Bulldogs stieß in diesem Jahr wieder auf großes Interesse. Die Anfangszeit der Motorisierung in der Landwirtschaft wurde lebendig.

    Zum Jubiläum hatten die Schlepperfreunde Pfarrvikar Kai Söder eingeladen, der nach einer kurzen Andacht durch die Reihen der Fahrzeuge ging und diese mit Unterstützung von Matthias Wirth segnete. Währenddessen konnte dann auch gleich die eine oder andere Fachfrage an die Fahrzeugbesitzer gestellt werden. Wie in jedem Jahr, durfte sich auch heuer wieder jeder, der wollte, gemeinsam mit seinem Dieselross dem Geschicklichkeitsparcours auf dem Festgelände stellen. Insgesamt 20 Teilnehmer versuchten mehr oder weniger erfolgreich ihr Glück, vom Schlepper aus Luftballons zu spickern. Für die zweite Aufgabe, das Holzklotz-Abwerfen, musste man dann sein Gefährt verlassen und im Stehen zielgenau drei Holzstücke von einem Gestell mit Hilfe eines Basketballs, der wiederum an in einem Netz an einem Seil hing, schießen. Der dritte Teil des Parcours war dann das litergenaue Ausgießen einer Gießkanne in einen Eimer – unter Zuhilfenahme eines Seils und des Fahrzeugs. Bei mehr oder weniger als drei Litern gab es Punktabzug. Als Preise winkten Modelltraktoren sowie ein 1,5-Liter-Fass Bier. Für die Kinder gab's Tierfiguren.

    Entwicklung dargestellt

    Echte Tiere, gab es auf dem Fest aber auch. Im Streichelzoo warteten Federvieh und Ziegen auf Kinder. Für die Kleinsten hatten sich die Organisatoren mit dem Kinderschminken eine weitere Aktion ausgedacht, die rege genutzt wurde. Und die Ausfahrt mit der Motorhacke Agriette war natürlich auch in diesem Jahr wieder ein Highlight für die Kinder. Etwas abseits vom Festgelände konnten die Besucher dann die neuesten Entwicklungen in Sachen Landmaschinen bewundern. Eine Ausstellung von alten und modernen Traktoren mit den dazugehörigen Feldbearbeitungsmaschinen bot einen eindrucksvollen Überblick über die Entwicklung von 1950 bis heute.

    Herbert Volk von den Schlepperfreunden Altlandkreis Geo hatte noch etwas Besonderes für die Jubiläumsveranstaltung vorbereitet und tief in seine Fotokiste gegriffen. Das Ergebnis war eine sehenswerte Ausstellung mit Bildern aus den vergangenen Jahren, die in einem Zelt auf dem Festgelände aufgebaut worden war.

    Traditionell endete das Treffen mit der gemeinsamen Ausfahrt der Traktoren über Düttingsfeld, Mutzenroth und die Weinberge zurück nach Wiebelsberg. Und dort konnte man dann, bis in den frühen Abend, immer mal wieder das Knattern eines heimfahrenden Schleppers hören.

    Die Ausfahrt mit der Motorhacke Agriette war natürlich auch in diesem Jahr wieder ein Highlight für die Kinder.
    Eine Vielfalt an Traktormarken parkte in langen Reihen und bot den zahlreichen Besuchern eine imposanten Eindruck. Foto: Gudrun Theuerer

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