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    Weipoltshausen

    Den Klimawandel im Blick

    "Wir haben im Wald auch Platz für solche Bäume", erklärte Florian Haensel (links) bei der Führung durch den Stadtwald, die im Rahmen der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Forstbetriebsgemeinschaft Schweinfurt angeboten wurde. Unter einer etwa 250 bis 300 Jahre alten Eiche erklärte der Leiter des Forstbetriebs der Stadt Schweinfurt den interessierten Waldbesitzern, wie wichtig Totholzbäume besonders für Vögel und Insekten im Lebensraum Wald sind. Foto: Rita Steger-Frühwacht

    Vor 25 Jahren schlossen sich die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Schweinfurt-Ost und Schweinfurt West zusammen. Mit einem Festakt mitten im Stadtwald wurde dieses Jubiläum an der Fichtenbuschhütte in der Gemarkung Weipoltshausen gefeiert. Neben Festreden bot das Programm für die Mitglieder und Ehrengäste Führungen im Stadtwald und am Brönnhof. Geräte für die Waldwirtschaft zeigte die Firma Sterzer interessierten Waldbesitzern und den Ehrengästen. Die Jagdhornbläser Schweinfurt Stadt sorgten für die musikalische Umrahmung.

    "Mit unserer Verbindung der FBG Schweinfurt Ost und West im Jahr 1994 haben wir gezeigt, dass gemeinsam besser und effizienter gearbeitet werden kann", so Willi Warmuth in seiner Begrüßung. Der Vorsitzende der FBG Schweinfurt listete Vorteile für FBG-Mitglieder auf. Dazu zählte er, dass Kleinprivatwald besser gemeinsam bewirtschaftet werden kann und vor allem bei der Holzernte- und dem Holzverkauf eine Synergie gegeben ist. Willi Warmuth dankte Johannes Neubauer, der sich engagiert als Geschäftsführer der FBG Schweinfurt für die Betreuung der Mitglieder einsetzt.

    Besonderheiten der fränkischen Heimat berücksichtigen

    An Staatssekretär Gerhard Eck übergab Willi Warmuth einen gemeinsamen Antrag der Forstwirtschaftlichen Vereinigungen Unter-, Mittel- und Oberfrankens. Darin wird die Bayerische Staatsregierung gebeten, bei künftigen Entscheidungen zur Waldreform und zur finanziellen Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung die Besonderheiten unserer fränkischen Heimat zu berücksichtigen.

    "Es ist unsere zentrale Aufgabe, den Wald zum Nutzen der gesamten Menschheit zu erhalten und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung voranzubringen", bekräftigte Staatssekretär Gerhard Eck. Mit Blick auf den Klimawandel sei es wichtig, die Wälder mit klimastabilen Baumarten umzubauen. Eine weitere Herausforderung stelle die oft kleinparzellierte Waldfläche bei Privatwald dar. Forstbetriebsgemeinschaften sah er als Möglichkeit, die Nachteile der kleinteiligen Eigentumsstruktur auszugleichen.

    Naturnaher Wald muss erhalten werden

    "Der Klimawandel ist da", so Landrat Florian Töpper in seinem Grußwort. Trotzdem gelte es, unter den veränderten Bedingungen den Wald weiterhin zu bewirtschaften.

    Die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Sorya Lippert, gratulierte namens der Stadt. "Insbesondere in schwierigen Zeiten, mit sich häufenden Dürrejahren und den damit verbunden Waldschäden ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, welcher gemeinsame Interessen vertritt", so Sorya Lippert.

    Die gute und harmonische Zusammenarbeit zwischen der FBG Schweinfurt und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hob deren Bereichsleiter Forsten Stephan Thierfelder hervor. Sichtlich bewegt berichtete er von Dürreschäden an Waldbäumen im Landkreis Schweinfurt. "Hier bei uns ist meistens eine gute Mischung von Baumarten. Es muss ein naturnaher Wald erhalten werden", so Thierfelder.

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