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    DINGOLSHAUSEN

    Der Volkach geht das Wasser aus

    Am Montagabend zogen langersehnte Regenwolken über den „Roten Berg“ bei Handthal. Doch sonderlich viel kam nicht vom Him... Foto: Wolfgang Zinser

    Die seit Ende April anhaltende Trockenheit hat natürlich auch Auswirkungen auf den Wasserstand in den Bächen. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen betreibt bei Dingolshausen eine automatische Mess-Stelle an der Volkach. Die dort gewonnenen Daten sind im Internet öffentlich einsehbar.

    Derzeit fließen nur noch rund 31 Liter pro Sekunde im Bachbett bergabwärts. Beim Blick auf die Daten des bisherigen Jahres 2018 zeigt sich, dass genau zum 1. Mai die Ablaufmenge deutlich zurückgegangen ist: Sie fiel mit nur noch 80 Litern pro Sekunde auf einen zweistelligen Wert. Und seit Mai wird diese Wassermenge von Tag zu Tag kontinuierlich weniger.

    Im Internet ist es auch möglich, die aktuellen Werte in Relation zu stellen mit langjährigen Durchschnittswerten, die von der Fachbehörde seit dem Jahr 1967 an der Volkach ermittelt werden. Die durchschnittliche Abfluss-Menge des Bachs in den vergangenen Jahren beträgt 118 Liter in der Sekunde. Die derzeitige Abfluss-Menge von 31 Litern liegt bereits unter dem so genannten „Mittleren Niedrigwasserabfluss“ (MNQ), der 35 Liter beträgt. Der MNQ ist das arithmetische Mittel der gemessenen niedrigsten Tageswerte. Der geringste jemals gemessene Wasserabfluss in der Volkach bei Dingolshausen betrug übrigens nur noch sechs Liter in der Sekunde. Davon ist man derzeit weit entfernt.

    Dramatische Unterschiede gibt es zu den Wassermengen, die die Volkach hinabrauschen, wenn eine Hochwasser-Situation vorliegt. Der seit 1967 errechnete Durchschnittswert des „Mittleren Hochwasserabfluss“ (MHQ) beträgt 3240 Liter in der Sekunde. Die höchste seit 1967 bei Dingolshausen in der Volkach gemessene Wassermenge bei Hochwasser betrug über 7000 Liter pro Sekunde. Im Vergleich dazu sind die momentanen 31 Liter nur noch ein kleines Rinnsal.

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