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    Gerolzhofen

    Die 82 Juwelen der LDR-Goldschmiede

    Die 82 Absolventen des Jahrgangs 2018/2019 der Ludwig-Derleth-Realschule in Gerolzhofen. Foto: Andrea Lindenberger

    Alle 82 Zehntklässler der Ludwig-Derleth-Realschule haben ihre Abschlussprüfungen bestanden. Besonders stolz auf ihre Juwelen ist Elisabeth Grimanelis, Direktorin der Realschule. 

    "In diesem Jahr verlässt ein goldener Jahrgang die Goldschmiede der LDR", sagte sie bei der Verabschiedung. Vor sechs Jahren kamen die jetzigen Schulabgänger als kleine Edelsteine in die fünften Klassen und haben sich in die Hände von vielen unterschiedlichen Goldschmieden begeben.  Die verschiedenen Legierungen – mit Mathe, Deutsch, Englisch und Co - liefen in der Regel wie geplant.

    Grimanelis ist seit 2016 Leiterin der Schule und froh, dass sie die Herausforderung angenommen hat. "In den letzten Jahren haben alle Schüler der Abschlussklassen ihren Abschluss geschafft", freut sie sich zusammen mit Pia Stock aus dem Elternbeirat über die 100-prozentige Erfolgsquote und auch über den Mut, neues auszuprobieren.

    Digitale Vorreiterrolle der LDR

    "Zum ersten Mal verlässt die Sonderkollektion iPad-Klasse unser Unternehmen- diese Juwelen wurden digital bearbeitet und sind in dieser Verarbeitung unterfrankenweit einzigartig", so die Schulleitung. Zusammen mit Schülern und Lehrern gingen sie erstmalig den Weg in die digitale Welt. Statt Büchern und Heften wurde mit dem iPad gearbeitet. "Der Modellversuch hat gezeigt, dass es sich lohnt, fortschrittlich zu denken und dran zu bleiben." Mittlerweile sind alle Klassen ab der siebten Stufe mit naturwissenschaftlichem Zug digital ausgerüstet. 

    Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

    Landrat Florian Töpper sprach den jungen Erwachsenen Mut zu, eine Auswahl zu treffen, wie es weitergeht -Ausbildung oder weiterführende Schule. "Ganz egal wie -trefft eure Entscheidungen voller Überzeugung und steht dazu", sagte er. Für diese neue Herausforderung ist ein Zeugnis zwar wichtig, aber mindestens genauso wichtig seien ein hohes Maß an Engagement, Offenheit und Selbstbewusstsein. "Sie starten aus einer ausgezeichneten Position, zu einer Zeit, in der die Region mit einer ausgesprochen niedrigen Arbeitslosigkeit viele berufliche Perspektiven zu bieten hat." 

    Besondere Ehre für Landrat Florian Töpper, zweiter Bürgermeister Erich Servatius und Vertreter ortsansässiger Unternehmen: die Auszeichnung für die besten Absolventen dieses Jahrgangs der Ludwig-Derleth-Realschule. Foto: Andrea Lindenberger

    Beste Aussichten für Schüler mit so viel Eifer

    Und so sehen es auch die Vertreter der ortsansässigen Unternehmen, allen voran die Franz Teutsch GmbH Druckerei und Verlag, die Saint-Gobain Abrasives GmbH, die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge und die VR- Bank Gerolzhofen eG. Sie überreichten den Absolventen mit den besten Arbeiten in den Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik, BwR, Französisch und Sozialwesen Sponsorenpräsente. Schulbester  ist Jonas Thurn mit einem Notendurchschnitt von 1,09. Auf ihn wartet ein Ausbildungsplatz zum Chemielaboranten.

    Die Schulband unter der musikalischen Leitung von Herrn Meusert rockte die Dreifachturnhalle mit Stücken wie Spirits, Jealous, Nothing Else Matters und Photograph. Die Sängerinnen Hanna Hamzic, Jana König, Latasha Releford aus den zehnten Klassen und der jüngste Musiker, Luca Ebert, aus der Klasse 7c begeisterten das Publikum. Durch das Festprogramm führten die Schülervertreter Hannes Drechsel, Levin Pelka und Paula Scherpf. Unter andauerndem Applaus erhielten die festlich gekleideten Absolventen endlich ihre Zeugnisse.

    Ehrung der Absolventen mit dem größten Engagement in der Ludwig-Derleth-Realschule durch die Schulleitung, Landrat Florian Töpper und Erich Servatius, zweites Stadtoberhaupt von Gerolzhofen. Foto: Andrea Lindenberger

    Poetry Slam "Schaut uns an" 

    Annalena Thüncher reflektierte die Zeiten mit ihren Schulfreunden während der letzten Jahre und wagte eine Prognose, in ihrem Poetry Slam "Schaut uns an". "Und jetzt? Werden wir uns verstreuen in Deutschland und der Welt und kein Wort mehr miteinander reden. Höchstens der Follow auf Instagram wird bleiben, um zu sehen, wie wir jetzt wohl leben", trägt sie stark und berührend ihrem gebannten Publikum vor. "Wohin uns der Strom treibt, steht wohl noch in den Sternen - doch egal, wo er uns hintreibt, wir werden Großes vollbringen", strahlte sie selbstbewusst ihre Mitabsolventen und Freunde an. Sie schaffte es mit ihrem literarischen Vortrag, genau diese Zerrissenheit von Abschied und Aufbruchstimmung in Worte zu packen. Und dafür wurde sie mit tosendem Applaus belohnt.

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