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    THEATER

    Die Bedeutung von Immigration

    In Rami Be?ers Choreografien vermischen sich ritualartige Momente mit hochintensiver Körperlichkeit.FOTO Eyal Hirsch
    In Rami Be?ers Choreografien vermischen sich ritualartige Momente mit hochintensiver Körperlichkeit.FOTO Eyal Hirsch Foto: Eyal Hirsch

    In seiner neusten Kreation „Asylum“ beschäftigt sich Rami Be?er mit den aktuellen Themen Flüchtlingspolitik, Einwanderung und dem Schicksal von Asylsuchenden. Rami Be'er kam im Kibbutz zur Welt, kämpfte freiwillig in der israelischen Armee und leitet heute die berühmte Tanzkompanie Kibbutz Contemporary Dance Company.

    Tanzen könne keine Probleme lösen, aber Fragen aufwerfen, sagt der Profitänzer. Ganz im Norden, unweit der libanesischen Grenze im Kibbutz Ga?aton hat die KCDC ihre Schulen. 400 Schüler werden hier unterrichtet. Als Familienmitglied von Holocaust-Überlebenden ist Rami Be?er eng mit dem Thema Asyl verbunden. Dabei sieht er das Asyl nicht als „Ort“, sondern als „Raum“, als geschützte Zone und intimen spirituellen Zustand.

    Mit „Asylum“ möchte Be?er die eigene Existenz eines jeden Individuums hinterfragen und ihm etwas zum Nachdenken mitgeben: Was bedeutet Immigration für jeden Einzelnen, was Heimat, Identität, Zugehörigkeit, Fremdheit und Sehnsucht? Das Werk liefert jedoch keine Antworten, vielmehr soll es Sichtweisen, Herzen und Gedanken der Zuschauer öffnen, so dass diese Ideen und Gefühle mitnehmen, wenn sie das Theater verlassen. Im Rahmen der internationalen Tanzhöhepunkte gibt es jeweils um 19.30 Uhr am Donnerstag, 19. März (Tanz-Abo I und freier Verkauf), und am Freitag, 20. März (Tanz-Abo II und freier Verkauf), ein Wiedersehen mit der Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel.

    Die Kibbutz Contemporary Dance Company, 1970 von Yehudit Arnon gegründet und bis 1996 geleitet, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Tanzcompagnien Israels. Geprägt durch die Handschrift ihres gegenwärtigen künstlerischen Leiters Rami Be?er erlangte das Tanzensemble international große Anerkennung: Er gilt als einer der politischsten Schöpfer im Tanzbereich – jener Kunstform, die allzu oft wie abgetrennt erscheint von der Umgebung, in der sie entsteht.

    Die Choreografien von Rami Be?er erschließen sich über Stimmung, Gefühl, Textur, über den Subtext – umgesetzt in Bewegung, Raum, Dynamik. In Rami Be?ers Choreografien vermischen sich ritualartige Momente mit hochintensiver Körperlichkeit. An religiöse Versunkenheit erinnernde Tiefe und eine schier unglaubliche Expressivität gleiten ineinander, auseinander. Die Company ist berühmt für ihre elegante, filigrane, doch kraftvolle Körpersprache, die in einem atemberaubenden Sog der Emotionen gipfelt. Grandiose Bilder, expressive Stücke und vor allem hervorragende Tänzerinnen und Tänzer machen einen Abend mit der Compagnie zu einem außergewöhnlichen Tanzerlebnis.

    Vorverkauf ab Samstag, 1. Februar, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

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    Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner

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