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    Röthlein

    Die Ersthelfer von morgen

    Die praktischen Erste Hilfe-Maßnahmen kommen im Ferienspaß gut an und der Kopfverband war schnell gewickelt. Foto: Daniela Schneider

    Verbände anlegen, die Notfallnummer wählen und trösten: Auch Kinder sollten die einfachen, altersgerechten Grundlagen der Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen und im besten Fall anwenden können. Erstmalig gab es deshalb im Röthleiner Ferienspaß unter dem Titel "Das Sanitätsauto kommt" ein solches Angebot. Und das kam bei den Anmeldungen zum Ferienspaß so gut an, dass Organisatorin Angelika Götz für die vielen jungen Interessenten kurzerhand einen zweiten Kurs ins Angebot aufnahm.

    Heike Lebron-Cruz von den Johannitern hat zur einprägsamen Demonstration ein Erste-Hilfe-Rettungspaket mit symbolischem Inhalt dabei: Ein Spieltelefon, einen plüschigen Krankenwagen, eine flauschige Decke und einen Stoffteddy; die Kinder sollen sich "im Kopf" die Gegenstände merken, um sich im Ernstfall später daran zu erinnern: Hilfe rufen, Notruf absetzen, den Verunglückten stabilisieren und beruhigen. Ganz wichtig – so Lebron-Cruz – ist es, beim Notruf die für die Unfallhilfe so wichtigen fünf W-Fragen: WO ist es passiert? WAS ist passiert? WELCHE Art von Verletzung oder Erkrankung? WIE viele Verletzte? WARTEN auf Rückfragen! beantworten zu können. Darüber hinaus lernten die Ferienspaßkinder in den gut zweieinhalb Stunden einige wichtige Maßnahmen wie die stabile Seitenlage und die Überprüfung der Atmung. Sie legten sich gegenseitig Kopfverbände an und versorgten "kleinere blutige Wunden" mit Druckverbänden, ausnahmsweise ohne Handschuhe, denn so kleine Handschuhe hat die Johanniterin nicht dabei.

    Einen Gips allerdings, wie es sich Timo für seinen "gebrochenen Arm" wünschte, war nicht im Angebot; den legt nämlich der Arzt an, wie Heike Lebron-Cruz den Kindern erklärte. Dafür gab sie wichtige Tipps im Umgang mit den Kühl-Akkus, die nur mit Tuch verwendet werden sollen, sonst - wissen die Kinder schon ganz richtig – gibt es Erfrierungen; darüber hinaus ging es allgemein um die Vermeidung von Unfallgefahren. Nicht nur im Ferienspaßprogramm, auch für die Röthleinerin Lebron-Cruz ist der Kurs eine Premiere, sie hat für den "Ersthelfer von morgen" extra eine spezielle Ausbildung absolviert.

    Das Angebot der Johanniter zielt darauf ab, Kinder spielerisch an die Grundlagen der Ersten Hilfe heranzuführen und damit schon frühzeitig die Bereitschaft zum Helfen zu fördern mit dem Ziel, dass auch die späteren Erwachsenen ganz selbstverständlich Erste Hilfe leisten. Wie Heike Lebron-Cruz schmunzelnd erklärte, hat ihr Chef wohl schon "angedroht", dass sie nun landkreisweit mit dem "Ersthelfer von morgen -Kurs" unterwegs sein darf. Zum Abschluss der Veranstaltung kam dann noch das versprochene Sanitätsauto an die Grundschule; dort erhielten die Ferienspaßkinder  einen Einblick in die Einsatzmöglichkeiten des Rettungswagens.

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