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    Hergolshausen

    Die Hergolshäuser spielen eine Polka für die Bratwurst

    "Freunde feiern Blasmusik", eine Polka, lieferte den Titel für die neue CD der Hergolshäuser Musikanten, auf der auch Musik "Für die Bratwurst" zu finden ist. Foto: Natalie Dees

    Es ist die zehnte Produktion der Hergolshäuser Musikanten. Alle 14 Aufnahmen sind entweder selbst komponiert, getextet oder arrangiert. Die Titel lauten "Für Leo", "Für'n Papa" oder auch "Für die Bratwurscht". Bratwurst? Richtig. Ihr und ihren Liebhabern ist auch eine Polka auf der neuen CD der Hergolshäuser Musikanten gewidmet.

    Seit vielen Jahren ist die Blaskapelle in der Szene bekannt. Die Musiker haben sich mit vielen Eigenkompositionen deutschlandweit einen Namen gemacht. Termingerecht zu den beliebten "Böhmischen Abenden" haben die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Rudi Fischer nun eine neue Platte herausgebracht.

    "Die ‚Bratwurscht-Polka‘ ist eine Anlehnung an Ernst Moschs ‚Kannst du Knödel kochen?‘ ", verrät Dirigent Fischer, der die mehr als 30-köpfige Truppe seit 38 Jahren leitet. "Ich finde, es war einfach Zeit, dass diese fränkische Spezialität eine musikalische Widmung erhält." Nach der Weihnachts-CD im Jahr 2016 ist "Freunde der Blasmusik" die neueste Veröffentlichung des Amateur-Orchesters. "Auch auf dieser Produktion sind ausschließlich neue Kompositionen und Arrangements zu hören. Die Werke unterscheiden sich und bieten viel Abwechslung", sagt der 58-Jährige stolz.

    Musiker komponierten selbst

    Einige Titel stammen von den Musikerinnen und Musikern. Zum Beispiel "Für'n Papa", eine Polka aus der Feder von Pauline Walter. Die 16-Jährige widmete das Stück ihrem Vater zum 40. Geburtstag. Der Papa spielt selbst auch bei den Hergolshäusern mit. Weitere Stücke auf der CD heißen zum Beispiel "Vereint in der Musik" oder "Im Altweibersommer". Beide stammen von Mitglied Michael Seufert.

    "Bei uns steht die Gemeinschaft immer im Vordergrund", sagt Herbert König, der seit 40 Jahren bei den Hergolshäuser Musikanten spielt. Foto: Natalie Dees

    "Bei uns steht die Gemeinschaft immer im Vordergrund", erzählt Herbert König bei der Probe, "gemeinsam leben wir die Musik, die wir leidenschaftlich gerne spielen." Und König muss es wissen. Der Flügelhornist und Sänger ist seit 40 Jahren dabei. "Das gemeinsame Hobby und Interesse an der Musik hält zusammen. Man trifft sich auch privat und ist befreundet."

    Böhmischer Abend mal drei

    Am kommenden Wochenende laden die Hergolshäuser wieder zu ihren "Böhmischen Abenden" im Freizeitzentrum Waigolshausen ein. Und das bereits zum 29. Mal. "Die Veranstaltung ist die ‚Mutter der Böhmischen Abende in der Region‘ ", weiß Katja Lutz, Vorsitzende des Vereins und Managerin der Kapelle. "Um der Nachfrage gerecht zu werden, spielen wir an drei aufeinanderfolgenden Abenden." Das abwechslungsreiche Programm sei eine bunte Mischung aus Gesang, altbewährten, aber auch neuen Titeln. Natürlich werden auch Titeln der neuen CD gespielt. "Das Publikum darf sich auf feinste böhmische Blasmusik mit Showeinlagen sowie mehreren Gesangs- und Instrumentalsolisten freuen."

    Letzte Proben vor den drei Böhmischen Abenden am Freitag, Samstag und Sonntag: die Hergolshäuser Musikanten üben noch einmal das Zusammenspiel. Foto: Natalie Dees

    Mit Norbert Rabanser als Moderator haben sich die Hergolshäuser Musikanten eine Koryphäe ins Boot geholt. Der studierte Schlagzeuger, Professor für Schlaginstrumente am Tiroler Landeskonservatorium und Lehrbeauftragter an der Universität Mozarteum Salzburg/Innsbruck wird durch das rund vierstündige Programm führen. Und das "mit viel Charme und Sprachwitz, natürlich auch mit großem Sachwissen", so Lutz. Na, wenn da nicht "die Sonne aufgeht", wie es in einem Marsch der Hergolshäuser heißt.

    Die CD "Freunde feiern Blasmusik" kann bestellt werden unter Telefon (0 97 22) 65 97. Sie ist außerdem in der Tourist-Info Schweinfurt erhältlich und bei den drei Böhmischen Abenden im Freizeitzentrum Waigolshausen, am Freitag und Samstag, 29. und 30. November, jeweils um 20 Uhr, und am Sonntag, 1. Dezember, um 18 Uhr. Für alle drei gibt es noch Restkarten an der Abendkasse.

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