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    Mainberg

    Die Mainberger Feuerwehr zukunftsfähig machen

    Auf den Mainberger Mainwiesen übten in diesem Jahr die örtlichen Feuerwehrleute eifrig für die Leistungsprüfung.  Foto: Leon Kühl

    Nach 14 Jahren legten Feuerwehrleute in Mainberg wieder die Leistungsprüfung ab. Vor acht Jahren kaufte die Gemeinde mit staatlichen Zuschüssen ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Die Feuerwehr versucht mit 17 Aktiven und fünf Jungfeuerwehrleuten diese Hilfsorganisation im Ort zu erhalten und durch engagierte Jugendarbeit zukunftsfähig zu machen.

    Für den Neuaufbruch halten Kommandant Falk Reichelt und sein Stellvertreter Valeri Geiser eine gute technische Ausbildung der Aktiven, Jugendarbeit und die Förderung von geselligen Veranstaltungen für notwendig. Um die Wehr für die Zukunft gut aufzustellen wird die Jugendarbeit als ein wichtiger Pfeiler gesehen.

    Valeri Geiser, 2. Kommandant und Jugendwart, hält dabei eine Kontinuität für wichtig. "Es gibt einen konkreten Dienstplan und daran halten sich alle, Ausbilder und Auszubildende". Fünf Jungs im Alter von zwölf bis 18 Jahren kommen alle zwei Wochen ins Feuerwehrhaus für einige Stunden. Mit Valeri Geiser üben sie feuerwehrtechnische Fähigkeiten, wie Knoten knüpfen oder das Zusammen- und Entkoppeln von Wasserschläuchen. Diese Praxis, zu der auch die Inbetriebnahme eines Hydranten zählt, macht den Jugendlichen viel Spaß, berichtet der Jugendwart.

    Aber es gilt auch Wissen, zum Beispiel über die Kennzeichnung von Gefahrengut an Lastkraftwagen, zu erwerben. "Ideal ist, dass die Kenntnisse der Grundausbildung in der Zeit der Jugendfeuerwehr vermittelt werden", meint Geiser. Da hätten die Teilnehmer noch mehr Zeit Abende im Feuerwehrschulungsraum zu verbringen, als wenn sie dann eine Partnerin gefunden oder gar eine Familie gegründet haben, so seine Erfahrung. Deshalb freut es ihn, dass zwei Feuerwehranwärter im Alter von 16 und 18 Jahren bei der Leistungsprüfung im Sommer dabei waren. Ein 18-jähriger Feuerwehrmann fährt zweigleisig. "Er nimmt noch an den Zusammenkünften der Jugendwehr teil und unterstützt so die Jugendarbeit", freut sich der Jugendwart. Ab 16 Jahren ist schon die Ausbildung zum Truppmann möglich.

    Auch für die Aktiven in der Wehr wurde das Angebot verbessert. Dazu zählt ein interessantes Angebot für die Weiterbildung der Feuerwehrleute. Als Ziel erklärt deshalb Falk Reichelt, alle zwei Jahre eine Leistungsprüfung abzuhalten, um die feuerwehrtechnischen Kenntnisse der Aktiven auf den neuesten Stand zu halten.

    Einsätze hat die Mainberger Wehr aufgrund der am Ort vorbeiführenden Staatsstraße in erster Linie in Technischer Hilfeleistung zu erbringen. Dazu kommt der Schutz der Anwesen bei Hochwasserkatastrophen wegen der extrem engen Tallage des Dorfes. Sicherheitswachen und Sicherung von kirchlichen Prozessionen ergänzen den Aufgabenbereich. "Brandeinsätze gab es in den letzten Jahren selten", berichtet Falk Reichelt.

    Ein weiteres Standbein bei den Aktionen für die Aktiven sind die geselligen Veranstaltungen wie Schlachtschüssel, Grillfest und Jahresabschlussfeier. Fest verwurzelt ist die Wehr in der dörflichen Gemeinschaft, da der Feuerwehrverein etwa 100 Mitglieder zählt. Der Verein unterstützt die Aktiven dem Unterhalt des vereinseigenen Mannschaftswagen und mit Finanzmitteln für die Ausrüstung der Wehr. 

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