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    Gerolzhofen

    Die Oster-Botschaft auf bunten Eiern

    Mindestens bis zum 20. April dürfen wegen der Corona-Krise keine evangelischen Gottesdienste mit Besuchern abgehalten werden. Für Ostern bedeute das, dass angefangen von dem Abendmahl-Gottesdienst am Gründonnerstag, dem Beichtgottesdienst an Karfreitag über die Osternacht mit gemeinsamen Frühstück bis zu den Festgottesdiensten am Sonntag und Montag viele Gläubige auf ein wichtiges und festes Ritual verzichten müssen. Die Osterbotschaft kann nicht wie gewohnt verkündet werden. Damit diese trotzdem hinausgetragen wird, hat die Evangelische Erlöserkirche Gerolzhofen, angestoßen vom Kirchenvorstand, eine besondere Aktion geplant.

    Ostereier sind ein alter christlicher Brauch. Die unversehrte Hülle des Eis symbolisiert die Auferstehung Jesu. Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus am Ostermorgen lebend aus dem Felsengrab. Eier färben und dann verstecken - das hat eine lange Tradition. Wer erinnert sich nicht an die kindliche Freude, ein Osterei irgendwo zwischen Ästen oder einfach am Wegesrand zu finden. Diese Tradition wollen der Kirchenvorstand und Pfarrer Reiner Apel aufgreifen und viele bunte Eier verteilen.

    Diese bunten Eier sind aus Papier und mit kurzen Sprüchen, Bibelstellen, Versen und Gedichten bedruckt. Sie werden jetzt in der Stadt und in der näheren Umgebung aufgehängt. Wer bei seinem Osterspaziergang solch ein Ei findet, ist eingeladen, sich den Text durchzulesen und den Impuls wirken zu lassen. So kann jeder mit der Osterbotschaft in Berührung kommen. Gerne dürfen die Eier fotografiert werden, um sich die Osterbotschaft mit nach Hause zu nehmen.

    In der Erlöserkirche sind die Bilder zum Jugendkreuzweg zu sehen mit den jeweiligen Texten, die zu stiller Meditation einladen. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. An den Feiertagen wird Pfarrer Apel in der Kirche auch seine Predigten zum Mitnehmen auslegen. Diese Predigten sind auch auf der Homepage der Gemeinde verfügbar, ebenso der Jugendkreuzweg (www.evang-kirche-gerolzhofen.de). "Wenn die persönliche Begegnung und Austausch nicht möglich ist, so sind wir doch im Glauben verbunden", schreibt Pfarrer Reiner Apel.

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