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    Gerolzhofen

    Die Plastik-Strategie der EU

    Einmalprodukte, die durch umweltfreundlichere Materialien ersetzbar sind, sollen nach dem Willen der Europäischen Union vom Markt verschwinden. „EU-Verordnung zum Plastikproblem – Kunststoffe im Nahrungskreislauf!", so lautet der Titel eines Vortrags der Hanns-Seidel-Stiftung, zu dem der CSU-Ortsverband Gerolzhofen einlädt. Foto: Regina Vossenkaul

    Welche Eigenschaften dem Kunststoff zu einem Siegeszug ohnegleichen verhalfen, welche Auswirkungen der Einsatz und die unsachgemäße Entsorgung auf die Umwelt und den Nahrungskreislauf haben, wie Mikroplastik entsteht, welche Gefahren von ihm ausgehen können, und welche Maßnahmen die EU zu einem verantwortungsbewussten Umgang in die Wege leitet, all dies ist Inhalt eines Vortrages eines Vortrags der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung in Gerolzhofen. Dazu lädt der CSU-Ortsverband am Dienstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr alle Interessierten ins Pfarrer-Hersam-Haus ein. „EU-Verordnung zum Plastikproblem – Kunststoffe im Nahrungskreislauf!", so lautete der offizielle Titel.

    Referent ist Wolfgang Aull. Der Knetzgauer ist Diplom-Ingenieur für Kunststofftechnik. Er hat zunächst als Verpackungsingenieur und später als Abfallberater beim Landratsamt in Haßfurt gearbeitet. Aktuell ist er freier Referent zu den Themen „Umweltproblem Kunststoff“ und „Nachhaltigkeit, die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts“.

    Das Thema ist hochaktuell. Über Jahrzehnte hinweg als segensreiche, universell einsetzbare Erfindung angesehen, gerät Kunststoff seit einiger Zeit zunehmend in die Kritik: er ist ein Fremdkörper im Naturkreislauf der Erde, er wird mit erheblichen Gesundheitsschäden durch sein Eindringen in den Nahrungskreislauf in Zusammenhang gebracht, und welche Auswirkungen seine Zerfallsprodukte Mikroplastik und Nanoplastik auf das Leben im Meer und in der Erde haben, ist noch weitestgehend unerforscht. Doch Einsatzgebiete und Produktionsmengen nehmen weltweit rasant zu.

    „Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Kunststoffe herstellen und verwenden, wird 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik schwimmen als Fische“, sagte unlängst der Erste Kommissionsvizepräsident der Europäischen Union, der Holländer Frans Timmermans. In  diesem Sinne entwickelte die EU ein Konzept, das den Einsatz und die Entsorgung von Plastik in vernünftige Bahnen lenken soll. Darum und um anderes mehr geht es bei diesem Vortrag im Pfarrer-Hersam-Haus in Gerolzhofen.

    Bearbeitet von Norbert Vollmann

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