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    Üchtelhausen

    Die fleißigen Bienchen von Stücht

    Begeistert halten die Ferienspaßkinder ihre selbstgebastelten Bienen in die Höhe. Die werden künftig die Üchtelhäuser Gärten zieren. Foto: Ursula Lux

    In dem Raum der Volksschule Schweinfurter Rhön summt und brummt es wie in einem Bienenstock. 29 Ferienspaßkinder sitzen da und basteln ihre eigenen Bienen. Die sieben Betreuerinnen vom katholischen Frauenbund haben alle Hände voll zu tun: die Getränkespender auffüllen, beim Basteln zur Hand gehen, in der Küche schon mal die Kochutensilien bereitlegen. "Wir sind immer die erste Ferienspaßaktion, die voll ist, das liegt an unserer Rundumversorgung", meint Vorsitzende Birgit Bauer.

    Imkerin Karin Schmitt erzählt den Kindern zunächst etwas über das Leben der Bienen, dann dürfen die Kinder sich einen Deko-Stecker mit Biene "für den Garten" basteln, und schließlich wird noch gemeinsam gekocht. Von der Cowboykartoffel über Panncakes bis hin zum Honigobstsalat gibt es allerlei Leckeres, was die Kinder selbst zubereiten.

    Und wenn schon Bienen das Thema sind, dann muss natürlich auch dafür gesorgt werden, dass diese in der Natur genügend Blüten finden. Also nimmt jedes Kind noch ein Töpfchen mit nach Hause, in das es Blühsamen gesät hat.

    Drei Stunden sind die Kinder nicht nur gut beschäftigt, sie haben auch einiges gelernt. Linus hat erfahren, dass die Königin 2000 Eier täglich legt. Er ist in der zweiten Klasse, aber er hat sofort hochgerechnet: "Das sind in acht Wochen 112 000 Bienen, die da geboren werden." Was ihn auch beeindruckt: "Wenn die einen stechen, dann sterben sie."

    Theresa erklärt die Arbeit der Bienen: "Die bestäuben die Blüten." Und Alisa erzählt, dass der Honig aus den Waben geschleudert wird. "38 Tage lebt so eine Biene", erklärt Luisa, und ihre Nachbarin meint: "Die Bienen sind schlau, die schmeißen ihre Männer raus, wenn sie sie nicht mehr brauchen."

    Auch vom Honig verstehen die Kinder inzwischen einiges. "Der dunkle Honig kommt aus dem Wald und der hellere von den Wiesen", erläutert Finnley.

    Die Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren sind mit Feuereifer bei der Sache, egal ob nun Gemüse für die Gemüsesuppe geschnippelt, gebastelt oder gesät wird, es macht ihnen sichtlich Spaß.

    Nur Vorsitzende Birgit Bauer weiß schon, wie es ihr persönlich nach der Aktion gehen wird. Wenn da "29 fleißige Bienchen von Stücht" am werkeln seien, dann brauche es schon eine kräftige Stimme, um sich Gehör zu verschaffen. "Heute Abend hab´ ich keine Stimme mehr", weiß sie aus Erfahrung. 

    Nach der Theorie und dem Basteln wurde mit ebenso viel Begeisterung geschnippelt und gekocht. Foto: Ursula Lux

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