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    Gerolzhofen

    Die höchsten Hindernisse gerockt

    Da waren die Trikots noch sauber, als die "Powerkids" aus Gerolzhofen beim Kinderwettbewerb des "Rock the Race"-Laufs in Würzburg unter Leitung ihres Trainergespanns mit Julia und Dominic Tschirch an den Start gingen. Am Ende waren alle Kinder sichtlich stolz, die verschiedenen Hindernisse auf der drei Kilometer langen Strecke gemeistert zu haben. Foto: Norbert Vollmann

    Seit einem Jahr hatten die Jungs und Mädchen im Alter zwischen fünf und elf Jahren aus Gerolzhofen jeden Montag auf dem Trimm-Pfad im Mahlholz, wegen der Hindernisse auf dem Reitplatz am Kapellenberg, oder auch im Stadtgebiet fleißig trainiert und als „Powerkids“ auf ihre großes Ziel hingearbeitet. Gemeint ist die Rede von der Teilnahme der von Dominic Tschirch geleiteten Trainingsgruppe am 6. Rock the Race für Kids in Würzburg. Auf der rund drei Kilometer langen Strecke waren wieder Hindernisse der ganz besonderen Art zu überwinden.

    Als man sich jetzt für den Wettbewerb traf, war die Aufregung der Kinder riesig, berichtet Dominic Tschirch. Zum Teil hatten die Jungen und Mädchen die Befürchtung, dass sie die drei Kilometer möglicherweise nicht durchstehen, als sie das erste Mal die original Hindernisse vor sich gesehen haben. Etwa die 2,50 Meter hohe Wand, über die sie drüber mussten, oder die vier Meter hohe Wasserrutsche im Ziel. Ihr Trainer und Betreuer: „Das war schon etwas anderes als das, was wir ein Jahr lang trainiert hatten, wenn wir etwa unter Sitzbänken durchrobbten.“

    Die Gerolzhöfer „Powerkids“ durften mit einem gewissen Abstand zu den anderen 350 Kindern als Gruppe starten. Der Stolz der Eltern, die ihre Sprösslinge auf der ganzen Strecke begleiteten und anfeuerten, und ihrer Kinder sei auf der ganzen Strecke spürbar geworden, so ein ebenso stolzer Dominic Tschirch.

    Zwischenzeitlich kamen den Eltern zum Teil gewisse Zweifel, als sie ihre Kinder im Schlammloch erblickten und kein T-Shirt mehr sauber geblieben war. Doch das zufriedene Lächeln der Kinder hat alle überzeugt. Weiter ging es durch ein Kriechhindernis, ein 100 Meter langes über den Boden gespanntes Netz zum Durchkriechen. Schon war auch die Hälfte des Parcours geschafft und die Getränkestation erreicht.

    Auf dem Rückweg warteten weitere Schlammcontainer, ausgeschlachtete Schrottautos, durch deren Inneres man sich den Weg bahnen musste, oder mit Spanngurten verbundene Lkw-Trailer, zwischen denen man über die Seile balancieren musste, auf die Powerkids. Nun waren im Zielbereich nur noch verschiedene Kletter- und Hangel-Hindernisse zu nehmen, dann hatten sie auch schon die Wasserrutsche im Ziel vor Augen.

    Der Stolz der Kinder sei megagroß gewesen, es ins Ziel geschafft zu haben, so Dominic Tschirch. Er, seine Frau und die anderen Trainer und Betreuer hefteten sich zu diesem Zeitpunkt bereits neue Startnummern an die Laufkleidung, um selbst noch einmal bei den Erwachsenen-Wettbewerben auf die Hindernis-Strecke zu gehen.

    Ein sichtlich glücklicher wie zufriedener Dominic Tschirch: „Wir freuen uns schon riesig auf 2020 und hoffen auf noch weitere Teilnehmer.“ Tschirch gehört zum einen  dem Organisationsteam von Rock the Race an und zum anderen ist seine Tochter Melina eines der „Powerkids“. Trotz ihrer erst zarten fünf Jahre nahm sie heuer schon zum vierten Mal am Kinderwettbewerb bei „Rock the Race“ teil.

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