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    SCHALLFELD

    Die letzte eigenständige Wallfahrt der Schallfelder

    Unterwegs nach Dettelbach: 32 Schallfelder machten sich von Schallfeld zu Fuß auf den Weg zur Schmerzhaften Muttergottes... Foto: Felix Bedenk

    Vor der Verabschiedung der Schallfelder Wallfahrer gab es am Samstag die überraschende Nachricht von Pfarrer Stefan Mai, dass die 366. Dettelbach-Wallfahrt der Schallfelder Pfarrei zugleich die letzte eigenständige war. Ab 2019 wird es eine gemeinsame Wallfahrt der Brünnstädter, Gerolzhöfer, Lülsfelder und Schallfelder geben.

    Es ist geplant, dass die Wallfahrt künftig dann immer am dritten Sonntag im September stattfindet. Als Treffpunkt der Prozessionen aus den verschiedenen Orten ist Rimbach geplant. Von dort sollen die Gläubigen der vier Orte zusammen über Münsterschwarzach zur Schmerzhaften Muttergottes nach Dettelbach pilgern. Durch die gemeinsame Wallfahrt erhoffen sich die Wallfahrtsleiter neue Impulse, aber auch, dass die Jahrhundert alten Versprechen weiterhin eingehalten werden.

    Zur Schmerzhaften Muttergottes pilgerten am Samstag nur noch 32 Schallfelder Gläubige. Jüngste Teilnehmerin war die zehnjährige Levinia Lösch, älteste mit 79 Jahren Sieglinde Berger. Sie setzten das Gelöbnis ihrer Vorfahren um, dass laut Überlieferung im Jahr 1652 versprochen wurde. Für die Meditation bei der Wallfahrt sorgten die nachdenkenswerten Texten vom Wallfahrtsleiter Walter Lösch. Erneut hatte sich der Organisator viel Mühe gemacht, um die Wallfahrt zu einem Erlebnis werden zu lassen. Unterstützung erhielt Lösch von Birgit Mayer-Bedenk. Sabine Bedenk und Maria Schwab halfen dem Wallfahrtsleiter bei den Marienrufen.

    Nach dem Segen von Pfarrer Stefan Mai war um 9.15 Uhr Aufbruch in Schallfeld. Die Gläubigen wallten bei weiß-blauem Himmel vorbei an abgeernteten und von Trockenheit gekennzeichneter Landschaft über Lülsfeld, Rimbach, Strehlhof und Dimbach nach Gerlachshausen, wo es eine Mittagspause gab. Zur Begrüßung in Lülsfeld ließ Elmar Scheder die Glocken erklingen. Insbesondere für die sieben Musiker unter der Leitung von Steffi Schanz war es ein anstrengender Tag auf dem 21 Kilometer langen Weg. An der Brücke der B 22 bei Schwarzach über den Main durfte jeder seinen Obolus für die Musikanten abgeben.

    Pfarrer Uwe Hartmann wartete in Dettelbach bereits am Kirchenportal auf die Pilger und besprengte die einziehenden Wallfahrer mit Weihwasser. Zu den Gläubigen aus anderen Orten gesellten sich in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Kirche zur Messfeier um 17 Uhr noch weitere 23 Schallfelder, die mit dem Auto nach Dettelbach gefahren waren. Nach dem Gottesdienst liefen die Gläubigen nach alter Tradition dreimal um den Gnadenaltar. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtsbild trug Helmut Fackelmann und den gleich schweren Lautsprecher schleppte Otto Schubert. Felix Bedenk begleitete die Wallfahrer mit dem Feuerwehrauto. Die Kerzen für das Wallfahrtsbild spendete erneut Sonja Kraus. Zur weiteren Überraschung gab es nach Überquerung der Mainbrücke für alle Wallfahrer ein Eis am Stiel.

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