• aktualisiert:

    Ebrach

    Dienstjubiläum und weniger Personal auf dem Baumwipfelpfad

    Seit 40 Jahren ist Walter Herbst für den Staatsforst im Einsatz: Derzeit baut der gelernte Forstwirt gerade ein neues Spielgerät für den Spielplatz am Baumwipfelpfad Steigerwald bei Ebrach. Dort ist er aktuell seit der Eröffnung der Einrichtung der Bayerischen Staatsforsten im März 2016 als Hausmeister und Allroundman eingesetzt. Foto: Veronika Thiel (Bayerische Staatsforsten)

    Seit 40 Jahren ist Walter Herbst für die Bayerische Staatsforstverwaltung beziehungsweise ab 1. Juli 2005 für die seinerzeit im Zuge der Forstreform entstandenen Bayerischen Staatsforsten tätig.  Derzeit ist er auf dem Baumwipfelpfad der Bayerischen Staatsforsten bei Ebrach als Hausmeister eingesetzt. Dort ist indes das Personal zuletzt reduziert worden.

    Doch zunächst zurück zu Walter Herbst. Der Bezug zum Wald wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Schon der Großvater und der Vater waren gelernte Forstwirte. Mit einem Umweg über die Schreinerlehre fand der Arbeitsjubilar mit der Waldarbeiterausbildung zum Forstwirt Ende der 1970er-Jahre rasch den direkten Weg raus in die Natur. In den vergangenen 40 Jahren ist er weit herumgekommen. Arbeitseinsätze führten ihn an die damaligen Forstämter Nürnberg und Erlangen sowie bis ins Schwäbische nach Weißenhorn oder in den Bayerischen Wald. Seit 30 Jahren ist der 59-Jährige nun auch beruflich in Ebrach ansässig.

    Wer kennt sie nicht, die häufig buntbemalten Schilder und Infotafeln aus Holz, die einem den Weg in den Wäldern um Ebrach weisen? Vor allem Walter Herbst entwarf und gestaltete diese für den Staatsforstbetrieb Ebrach. Sein Geschick als Schreiner und Forstwirt kann man auch im Wald gut gebrauchen und - inzwischen am Baumwipfelpfad Steigerwald eingesetzt - baut er hier zum Beispiel gerade ein neues Spielgerät für den Spielplatz des Baumwipfelpfads auf dem Radstein. Rechtzeitig zum Familienwochenende am 11. Mai wird es fertig sein. Für den Baumwipfelpfad Steigerwald gratulierte Leiterin Barbara Ernwein dem Arbeitsjubilar zum 40-jährigen Dienstjubiläum und bedankte sich bei ihm für seine langjährige Arbeit sowie seinen vorbildlichen Einsatz.

    Nicht wirklich in den Himmel wachsen, wie eingangs erwähnt, die Bäume auf dem Baumwipfelpfad, was das Personal anbelangt. Dort haben die Bayerischen Staatsforsten als Bauherr und Betreiber des im März 2016 eröffneten Publikumsmagneten in jüngster Vergangenheit diesbezüglich auf die Bremse getreten. Das Wort Personalabbau will Barbara Ernwein gegenüber dieser Redaktion nicht in den Mund nehmen, sie spricht lieber von „Umstrukturierungen“, die die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg veranlasst hat, bestätigt aber im Kern den Hintergrund.

    Sein berufliches Fortkommen bei den Bayerischen Staatsforsten in Sachen Forsteinrichtung ist der Grund, weshalb Sebastian Czech, Ernweins bisheriger Stellvertreter, die Einrichtung auf dem Radstein bei Ebrach wieder verlassen hat. Die Stelle ist aber nicht ersetzt worden. Die Tätigkeiten, die Sebastian Czech ausgeübt habe, seien jetzt auf mehrere Schultern verschiedener Personen innerhalb des geschrumpften Teams auf dem Baumwipfelpfad verteilt worden, so Barbara Ernwein.

    Nicht mehr auf dem Radstein im Dienst ist auch Reiner Herbst, im Gegensatz zu seinem Vetter Walter, dem Hausmeister und Arbeitsjubilar. Reiner Herbst hatte auf dem Baumwipfelpfad die Funktion des Teamleiters der Pfadführer inne. Auch diese hat man sich buchstäblich jetzt gespart. Auch hier sei umstrukturiert worden, so Barbara Ernwein, um den Wegfall des Teamleiters der Pfadführer unter anderem über Minijobber aufzufangen und zu kompensieren.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!